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Was bewirken FODMAPs im Darm?

Die FODMAPs sind eine bunte Gruppe von Nahrungsbestandteilen. Verdauungstechnisch haben die FODMAPs drei wesentliche Gemeinsamkeiten:

Aufnahme im Dünndarm ist erschwert oder unmöglich

FODMAPs werden im Dünndarm nicht bzw. kaum aufgenommen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe:

  • Entweder sind die Moleküle zu groß, um die Darmwand zu passieren, dies trifft z. B. für die Polyole zu, oder
  • die Transportkapazitäten durch die Darmwand sind begrenzt, dies trifft z. B. für die Fruktose zu, oder
  • die Enzymaktivität, die notwendig ist, um einen Transport durch die Darmwand zu ermöglichen, ist limitiert, dies trifft z. B. auf die Laktose zu, oder
  • eine entsprechende Enzymaktivität gibt es nicht, dies trifft z. B. für die Fruktane und die Galaktane zu.

Hohe Wasserbindungskapazität

Die FODMAPs sind sehr kleine Moleküle und können so sehr viel Wasser binden, man spricht daher von einer sehr hohen Wasserbindungskapazität. Dies führt dazu, dass sich Flüssigkeit im Darm ansammelt. Das wiederum führt zu einer erhöhten Transportgeschwindigkeit im Darm mit häufigeren Stuhlgängen und weicherem Stuhl, bis hin zu Durchfall.

Schnelle Vergärung

Alle FODMAPs werden durch Bakterien schnell vergärt. Wie schnell die bakterielle Vergärung abläuft, hängt von der Länge der Kohlenhydratketten ab. Die FODMAPs sind allesamt kurzkettig, werden daher schnell vergärt und führen dadurch schnell zu Symptomen.

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2 Gedanken zu „Was bewirken FODMAPs im Darm?

  1. Seit über einem Jahr habe ich mit starkem Blähbauch und einer Dünndarmfehlbesiedlung zu kämpfen. Auch die strenge Karenzzeit nach der diagnostizierten Fructosemalabsorption brachte keine Besserung und nun versuche ich mein Glück mit der Fodmap-Diät.
    Fragen stellen sich mir aber betreffend Inulin. In fast allen Fodmap-Listen wird es als ungeeignet eingestuft.
    Im Internet las ich aber von der positiven Wirkung Von Inulin, welches Lacto- und Bifidobakterien ernährt und somit die Darmflora positiv beeinflussen soll. Speziell Yacon-Sirup, bzw. Yacon-Pulver wird empfohlen, dessen Wurzel eine Inulinquelle sind.
    Zitat: „Somit unterstützen Yaconsirup und Yaconpulver in Gestalt eines natürlichen Präbiotikums die gesunde Darmflora.
    FOS zeigen darüber hinaus eine ballaststoffähnliche Wirkung, indem sie die Darmtätigkeit aktivieren und so einer Verstopfung entgegenwirken können. Wie soll ich diese sich widersprechenden Aussagen bewerten?
    Vielen Dank und herzliche Grüße!

    1. Liebe Charmaine,
      bei der FODMAP-Diät versucht man in der strengen Diätphase von einigen Wochen, FODMAPs als Auslöser von Beschwerden stark zu reduzieren und zu sehen, was passiert. Um ein ungestörtes Bild zu bekommen, sollte in dieser Phase auch auf Nahrungsergänzungsmittel verzichtet werden. Diese können ja auch Ursache von Beschwerden sein. Inulin zum Beispiel ist ein Fruktan und gehört damit zu den FODMAPs, die bekannt dafür sind, bei vielen Menschen Beschwerden zu verursachen. Wir empfehlen bei anhaltenden Beschwerden unbedingt die fachkundige Beratung durch eine Ernährungsberaterin bzw. einen Ernährungsberater. Suchen Sie sich Unterstützung! Beste Grüße aus der Redaktion
      Ihre FODMAPler

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