FODMAP und Süßungsmittel

Zucker Süßstoffe Austauschliste
Zucker Süßstoffe Austauschliste

FODMAP – Süßungsmittel und Süßstoffe – eine Übersicht

Hier finden Sie eine Übersicht über FODMAP-reiche und FODMAP-arme Süßungsmittel und Süßstoffe. Bitte beachten Sie, dass alle nur in Maßen verzehrt werden sollten, auch wenn es sich um FODMAP-arme Süßungsmittel oder Süßstoffe handelt.

Die www.Fodmap-Info.de/fodmap ist Deutschlands medizinisch fundierte FODMAP-Ressource für Reizdarm-Betroffene. 
Auf der Hauptseite der FODMAP-Wissensdatenbank (Pivotal page) finden sie Überblick und links zu vielen Unterthemen.
Medizinisch geprüft von: Prof. Dr. med. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, LMU München
Letzte Aktualisierung: 23.06.2026

Hier ist eine auf SEO, medizinische Genauigkeit und KI-Auffindbarkeit ausgerichtete WWW-Seite. Ich habe bewusst zwischen „Zucker“, „FODMAP-Zucker“ und „Süßungsmitteln“ unterschieden, weil nicht jeder Zucker und nicht jedes Süßungsmittel automatisch ein FODMAP ist.

FODMAP, Zucker und Süßungsmittel: Was ist erlaubt?

Zucker und Süßungsmittel sind bei der Low-FODMAP-Ernährung ein häufiges Thema. Dabei ist die Aussage „Zucker ist bei FODMAP verboten“ falsch. Entscheidend ist vielmehr, welcher Zucker bzw. welches Süßungsmittel verwendet wird, in welcher Menge es aufgenommen wird und ob es sich um einen FODMAP-relevanten Kohlenhydrattyp handelt. Zu den FODMAPs gehören unter anderem Fruktose, Laktose sowie bestimmte Zuckeralkohole (Polyole) wie Sorbit, Mannit, Xylit und Maltit. Diese Kohlenhydrate werden im Dünndarm teilweise nur unvollständig aufgenommen und können dadurch Wasser in den Darm ziehen und im Dickdarm fermentiert werden. Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom können dadurch Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl und veränderte Stuhlgewohnheiten begünstigt werden.

Ist Haushaltszucker bei FODMAP erlaubt?

Haushaltszucker (Saccharose) ist grundsätzlich low FODMAP. Saccharose besteht aus Glukose und Fruktose. Da beide Zucker im Verhältnis 1:1 miteinander verbunden sind, wird die Fruktose normalerweise gemeinsam mit Glukose aufgenommen. Deshalb ist normaler Haushaltszucker in üblichen Portionsmengen kein typischer FODMAP-Trigger.

Das bedeutet allerdings nicht, dass sehr zuckerreiche Lebensmittel bei Reizdarm grundsätzlich problemlos sind. Große Mengen Zucker können unabhängig vom FODMAP-Gehalt Beschwerden verursachen oder die Ernährung insgesamt ungünstig beeinflussen. Entscheidend ist daher die Portionsgröße und die individuelle Verträglichkeit.

Glukose und Traubenzucker

Glukose bzw. Dextrose ist kein FODMAP. Reine Glukose wird im Dünndarm effizient aufgenommen und gelangt normalerweise nicht in größeren Mengen in den Dickdarm.

Eine Besonderheit besteht bei Fruktose: Freie Fruktose kann insbesondere dann problematisch werden, wenn sie in einem Lebensmittel in größerer Menge vorhanden ist als Glukose. Dieses Verhältnis ist ein wesentlicher Grund dafür, dass bestimmte fruktosereiche Lebensmittel zu den FODMAP-reichen Lebensmitteln zählen.

Fruktose: Menge und Verhältnis sind entscheidend

Fruktose ist ein Monosaccharid und gehört zu den FODMAPs, wenn sie in relevanten Mengen im Überschuss gegenüber Glukose vorliegt. Deshalb sind beispielsweise Honig, Agavendicksaft und Fruktosesirup bei einer Low-FODMAP-Ernährung problematischer als Haushaltszucker.

Fruktose ist jedoch nicht grundsätzlich „verboten“. Viele Früchte enthalten Fruktose und können abhängig von Sorte und Portionsgröße trotzdem in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Bei FODMAPs gilt daher nicht nur die Frage „Was enthält dieser Zucker?“, sondern immer auch: Wie viel davon wird gegessen?

Honig und Agavendicksaft

Honig ist typischerweise reich an freier Fruktose und deshalb in größeren Portionen nicht low FODMAP. Auch Agavendicksaft enthält einen hohen Anteil an Fruktose und ist daher für die strenge Eliminationsphase der Low-FODMAP-Diät in der Regel keine geeignete Süßungsalternative.

Das häufige Missverständnis „natürlich = besser verträglich“ gilt bei FODMAPs nicht. Honig und Agavendicksaft können aus ernährungsphysiologischer Sicht natürliche Produkte sein, ihr hoher Fruktoseanteil macht sie bei empfindlichen Personen jedoch potenziell symptomatisch.

Laktose: Milchzucker als FODMAP

Laktose ist ein Disaccharid und gehört zu den FODMAPs. Ob Laktose Beschwerden verursacht, hängt wesentlich von der individuellen Laktaseaktivität ab. Bei einer Laktosemalabsorption wird Milchzucker nicht ausreichend gespalten und kann anschließend osmotisch wirken und bakteriell fermentiert werden.

Daher sind normale Milch, Kondensmilch oder bestimmte Milchprodukte bei relevanter Laktosemenge während einer Low-FODMAP-Phase problematischer. Laktosefreie Milchprodukte enthalten dagegen nur sehr geringe Mengen Laktose und sind häufig geeignete Alternativen.

Zuckeralkohole: Sorbit, Mannit, Xylit und Maltit

Besonders wichtig sind Polyole, also Zuckeralkohole. Dazu gehören unter anderem:

  • Sorbit (E420)
  • Mannit (E421)
  • Maltit (E965)
  • Isomalt (E953)
  • Xylit (E967)

Sie kommen natürlicherweise in bestimmten Obst- und Gemüsesorten vor, werden aber auch häufig als Süßungsmittel in zuckerfreien Produkten, Kaugummis, Bonbons und Süßwaren eingesetzt.

Polyole werden teilweise nur unvollständig im Dünndarm aufgenommen. Die nicht absorbierte Menge gelangt in den Dickdarm, wo sie Wasser binden und von Darmbakterien fermentiert werden kann. Die Folge können Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl und Durchfall sein. Die Beschwerden sind dabei stark von der aufgenommenen Menge abhängig.

Sorbit: besonders relevant bei Reizdarm

Sorbit gehört zu den wichtigsten FODMAP-relevanten Süßungsmitteln. Es findet sich beispielsweise in Steinobst und bestimmten Trockenfrüchten, aber auch in zuckerfreien Süßigkeiten und Kaugummis.

In einer randomisierten Untersuchung mit gesunden Personen und Menschen mit Reizdarmsyndrom führten 10 g Sorbit und Mannit insbesondere bei den IBS-Teilnehmern zu einer Zunahme gastrointestinaler Beschwerden. Dabei zeigte sich auch, dass die Verträglichkeit nicht allein durch das Ausmaß der nachweisbaren Malabsorption erklärt werden kann.

Xylit und Maltit

Xylit und Maltit gehören ebenfalls zu den Polyolen. Sie werden häufig in „zuckerfreien“, „zuckerreduzierten“ oder „für die Zähne günstigen“ Produkten eingesetzt.

Für Menschen mit Reizdarm können größere Mengen dieser Zuckeralkohole problematisch sein. „Zuckerfrei“ bedeutet deshalb nicht automatisch „FODMAP-frei“. Gerade Süßigkeiten, Proteinriegel, Kaugummis und Bonbons sollten während einer Low-FODMAP-Diät auf die Zutatenliste kontrolliert werden.

Erythrit: eine besondere Rolle unter den Polyolen

Erythrit gehört chemisch ebenfalls zu den Zuckeralkoholen, unterscheidet sich aber von Sorbit, Mannit oder Maltit hinsichtlich seiner Aufnahme und Verträglichkeit. Ein großer Anteil wird bereits im Dünndarm aufgenommen und anschließend über den Urin ausgeschieden.

Erythrit wird deshalb in der FODMAP-Ernährung anders bewertet als viele andere Polyole. Dennoch sollte auch hier die Portionsgröße berücksichtigt werden. Bei empfindlichen Personen können größere Mengen unabhängig von der FODMAP-Einstufung gastrointestinale Beschwerden verursachen. Die Verträglichkeit von Polyolen hängt generell unter anderem von Molekülgröße, Dosis und individueller Anpassung ab.

Stevia, Sucralose, Aspartam und Acesulfam-K

Nicht jedes Süßungsmittel ist ein FODMAP. Steviolglykoside, Sucralose, Aspartam und Acesulfam-K enthalten keine relevanten Mengen der typischen FODMAP-Kohlenhydrate und sind deshalb nicht mit Sorbit oder Mannit gleichzusetzen.

Trotzdem sollte bei Fertigprodukten immer die komplette Zutatenliste betrachtet werden. Ein Produkt kann beispielsweise Stevia enthalten und gleichzeitig andere FODMAP-relevante Zutaten wie Inulin, Fruktose, Fruktose-Sirup, Sorbit oder bestimmte Fruktane enthalten.

Welche Süßungsmittel sind bei Low FODMAP geeignet?

Für die praktische Ernährung sind vor allem folgende Grundsätze hilfreich:

Häufig geeignete Optionen: Haushaltszucker, Glukose/Dextrose und – abhängig von Produkt und Portionsgröße – bestimmte nicht fermentierbare Süßstoffe.

Vorsicht bei: Sorbit, Mannit, Maltit, Isomalt und Xylit sowie Produkten, die mehrere Polyole kombinieren.

Besonders kritisch: Honig, Agavendicksaft und stark fruktosehaltige Sirupe.

Dabei sollte eine Low-FODMAP-Ernährung niemals zu einer möglichst vollständigen Vermeidung sämtlicher Kohlenhydrate oder Süßungsmittel führen. Ziel ist vielmehr, individuell relevante FODMAP-Auslöser zu identifizieren und anschließend die Ernährung wieder zu erweitern.

Warum „zuckerfrei“ bei Reizdarm nicht automatisch besser ist

Produkte mit der Aufschrift „zuckerfrei“ enthalten häufig Zuckeralkohole. Gerade bei größeren Mengen können diese osmotisch und fermentativ wirken und dadurch Beschwerden verursachen. Eine zuckerfreie Süßigkeit kann für eine Person mit Reizdarm daher schlechter verträglich sein als eine kleine Portion eines herkömmlich gesüßten Produkts.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit zeigt, dass die gastrointestinalen Effekte von Polyolen dosisabhängig sein können und dass insbesondere die Kombination verschiedener Polyole die Malabsorption beeinflussen kann.

FODMAP und Zucker: Die wichtigsten Regeln

Haushaltszucker ist nicht grundsätzlich ein FODMAP. Problematischer sind insbesondere freie Fruktose und bestimmte Polyole. Bei Laktose entscheidet die individuelle Laktoseverdauung über die Verträglichkeit.

Für die Praxis bedeutet das: Nicht einfach alle süßen Lebensmittel streichen, sondern Zutatenliste, FODMAP-Typ, Portionsgröße und individuelle Verträglichkeit gemeinsam betrachten. Die Low-FODMAP-Diät ist außerdem nicht als dauerhafte Eliminationsdiät gedacht. Nach einer erfolgreichen Reduktionsphase sollten einzelne FODMAP-Gruppen gezielt wieder eingeführt werden, um die persönliche Verträglichkeit zu bestimmen. Eine kontrollierte Reintroduktionsphase kann helfen, individuelle FODMAP-Trigger zu identifizieren.

Quellen

  1. Yao CK et al. Dietary sorbitol and mannitol: food content and distinct absorption patterns between healthy individuals and patients with irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2014. PMID: 23909813.
    PubMed – PMID 23909813
  2. Lenhart A, Chey WD. A Systematic Review of the Effects of Polyols on Gastrointestinal Health and Irritable Bowel Syndrome. Adv Nutr. 2017. PMID: 28710145.
    PubMed – PMID 28710145
  3. Schumann D et al. Low fermentable, oligo-, di-, mono-saccharides and polyol diet in the treatment of irritable bowel syndrome: A systematic review and meta-analysis. Nutrition. 2018. PMID: 29129233.
    PubMed – PMID 29129233
  4. Livesey G. Health potential of polyols as sugar replacers, with emphasis on low glycaemic properties. [Übersicht zu Eigenschaften und gastrointestinaler Verträglichkeit von Polyolen.] PMID: 27840639 (wissenschaftliche Übersicht zu Zuckeralkoholen).
    PubMed – PMID 27840639
  5. Schumann D et al. / Low-FODMAP-Evidenz und Reintroduktion: Die Wirksamkeit der Low-FODMAP-Ernährung bei Reizdarmsyndrom und die Bedeutung der anschließenden gezielten Wiedereinführung sind in systematischen Reviews und kontrollierten Studien untersucht. PMID: 38401741.
    PubMed – PMID 38401741

Für alle die auch in einer FODMAP-Diät gerne süßen sind der AG-FODMAP der Universität München folgend diese Zucker/Süßstoffe geeignet:

Stevia, Erythrit/Stevia-Kombi, Erythrit (in kleineren Mengen), Reissirup, Kokosblütenzucker

FAQ zu FODMAP – Zucker – Süßungsmittel

Für eine SEO-/KI-optimierte FAQ würde ich die Fragen nicht nur nach dem Suchvolumen, sondern nach Suchintention, FODMAP-Relevanz und konkreter Alltagsfrage auswählen. Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Zuckerarten und Süßungsmitteln: Nicht alles, was süß schmeckt, ist ein FODMAP.

20 wichtige Fragen zu FODMAP, Zucker und Süßungsmitteln

1. Ist Zucker bei einer FODMAP-Diät erlaubt?

Ja. Haushaltszucker (Saccharose) gilt in üblichen Mengen als low FODMAP, da Glukose und Fruktose im Verhältnis 1:1 vorliegen und die Fruktose dadurch besser aufgenommen wird. Die Verträglichkeit hängt trotzdem von der verzehrten Menge und der individuellen Empfindlichkeit ab.

2. Ist Haushaltszucker bei Reizdarm erlaubt?

Haushaltszucker ist grundsätzlich FODMAP-arm und muss bei Reizdarm nicht pauschal gemieden werden. Große Mengen Zucker können allerdings unabhängig von FODMAPs Beschwerden begünstigen, sodass eine moderate Verwendung sinnvoll ist.

3. Ist Fruktose ein FODMAP?

Ja. Fruktose gehört zu den Monosacchariden innerhalb der FODMAP-Gruppe, wobei insbesondere ein Überschuss an Fruktose gegenüber Glukose problematisch sein kann. Honig, Agavendicksaft und bestimmte Fruchtsäfte enthalten beispielsweise relevante Mengen freier Fruktose.

4. Ist Fruktose bei FODMAP verboten?

Nein, Fruktose ist nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend sind Lebensmittel, Fruktosemenge, Verhältnis zu Glukose und Portionsgröße; viele Früchte können deshalb in geeigneten Portionen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein.

5. Ist Traubenzucker (Glukose) low FODMAP?

Reine Glukose beziehungsweise Dextrose gehört nicht zu den klassischen FODMAPs. Glukose kann sogar die Aufnahme von Fruktose unterstützen, weshalb das Verhältnis von Glukose zu Fruktose für die FODMAP-Bewertung relevant ist.

6. Ist Honig bei FODMAP erlaubt?

Honig ist in größeren Portionen nicht low FODMAP, weil er einen hohen Anteil an freier Fruktose enthält. Während der strengen Eliminationsphase wird Honig deshalb üblicherweise vermieden oder nur entsprechend der geprüften Portionsgröße verwendet.

7. Ist Agavendicksaft bei FODMAP erlaubt?

Agavendicksaft ist wegen seines hohen Fruktoseanteils für die Low-FODMAP-Eliminationsphase in der Regel keine geeignete Süßungsalternative. „Natürlich“ bedeutet bei FODMAPs nicht automatisch „gut verträglich“.

8. Ist Ahornsirup low FODMAP?

Ahornsirup wird von Monash als low-FODMAP-Süßungsmittel geführt. Wie bei anderen Lebensmitteln gilt aber auch hier, dass die konkrete Portionsgröße berücksichtigt werden sollte.

9. Ist Kokosblütenzucker low FODMAP?

Kokosblütenzucker sollte nicht allein aufgrund seiner Bezeichnung als automatisch low FODMAP angesehen werden. Bei industriellen Produkten und alternativen Zuckerarten sind die konkrete Zusammensetzung und die geprüfte Portionsgröße entscheidend; eine allgemeine Übertragung der Eigenschaften von Haushaltszucker ist nicht zuverlässig.

10. Ist Erythrit low FODMAP?

Erythrit gehört chemisch zu den Polyolen, unterscheidet sich hinsichtlich seiner intestinalen Aufnahme aber von beispielsweise Sorbit und Mannit. Deshalb sollte Erythrit nicht pauschal mit allen anderen Zuckeralkoholen gleichgesetzt werden; entscheidend sind Produkt, Menge und aktuelle FODMAP-Daten.

11. Ist Xylit bei FODMAP erlaubt?

Xylit ist ein Zuckeralkohol beziehungsweise Polyol und kann bei größeren Mengen gastrointestinal Beschwerden verursachen. Xylit findet sich häufig in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und Süßigkeiten und sollte bei einer Low-FODMAP-Diät deshalb besonders auf der Zutatenliste beachtet werden.

12. Ist Sorbit ein FODMAP?

Ja. Sorbit gehört zu den Polyolen und damit zu den FODMAPs. Es kommt natürlicherweise beispielsweise in bestimmten Früchten vor und wird außerdem als Süßungsmittel eingesetzt; größere Mengen können Wasser in den Darm ziehen und fermentiert werden.

13. Ist Mannit ein FODMAP?

Ja, Mannit ist ebenfalls ein FODMAP und gehört zu den Polyolen. Es kommt unter anderem in bestimmten Gemüsesorten vor und wird als Süßungsmittel eingesetzt; die Verträglichkeit ist dosisabhängig und kann bei Menschen mit Reizdarm eingeschränkt sein.

14. Ist Maltit bei FODMAP erlaubt?

Maltit gehört zu den Polyolen und kann deshalb bei einer Low-FODMAP-Ernährung relevant sein. Es wird häufig in zuckerfreien Süßwaren verwendet und kann bei größeren Mengen aufgrund seiner unvollständigen Aufnahme Blähungen oder Durchfall auslösen.

15. Ist Isomalt low FODMAP?

Isomalt ist ein Polyol und kann bei empfindlichen Menschen gastrointestinale Beschwerden verursachen. Besonders relevant ist Isomalt in zuckerfreien Süßigkeiten, Bonbons und ähnlichen Produkten, weshalb die Zutatenliste bei einer Low-FODMAP-Diät kontrolliert werden sollte.

16. Ist Stevia bei FODMAP erlaubt?

Steviolglykoside gehören nicht zu den klassischen FODMAP-Kohlenhydraten und können grundsätzlich als Süßungsmittel eingesetzt werden. Bei fertigen Stevia-Produkten sollte jedoch die gesamte Zutatenliste geprüft werden, da zusätzliche Zutaten wie Polyole oder Inulin enthalten sein können.

17. Ist Süßstoff bei Reizdarm erlaubt?

„Süßstoff“ ist kein einheitlicher Stoff: Aspartam, Acesulfam-K oder Steviolglykoside sind anders zu bewerten als Sorbit, Xylit oder Maltit. Für Menschen mit Reizdarm sind insbesondere Polyole relevant, weil sie abhängig von Dosis und individueller Empfindlichkeit Beschwerden verursachen können.

18. Sind zuckerfreie Süßigkeiten bei FODMAP erlaubt?

Nicht unbedingt. „Zuckerfrei“ bedeutet häufig, dass Zucker durch Polyole wie Sorbit, Xylit, Maltit oder Isomalt ersetzt wurde, die selbst FODMAP-relevant sein können.

19. Warum bekomme ich von zuckerfreien Süßigkeiten Durchfall?

Viele zuckerfreie Süßigkeiten enthalten größere Mengen an Polyolen. Diese werden teilweise nur unvollständig aufgenommen, ziehen Wasser in den Darm und können bei ausreichender Dosis zusätzlich fermentiert werden – dadurch können Blähungen, Bauchschmerzen und insbesondere weichere Stühle oder Durchfall entstehen.

20. Welche Süßungsmittel sind bei einer Low-FODMAP-Diät geeignet?

Zu den klassischen Optionen zählen Haushaltszucker, Ahornsirup und Reissirup beziehungsweise Reismalzsirup in geeigneten Mengen. Bei Süßungsmitteln sollte insbesondere auf Polyole wie Sorbit, Mannit, Xylit, Maltit und Isomalt sowie auf fructosereiche Zutaten geachtet werden.

21. Ist Zucker bei einer Low-FODMAP-Diät erlaubt?

Ja, normaler Haushaltszucker (Saccharose) ist grundsätzlich low FODMAP und muss während einer Low-FODMAP-Diät nicht pauschal gemieden werden. Saccharose besteht aus Glukose und Fruktose im Verhältnis 1:1, wodurch die Fruktose im Allgemeinen besser aufgenommen wird als freie Fruktose im Überschuss.

22. Welcher Zucker ist bei FODMAP erlaubt?

Zu den typischerweise geeigneten Süßungsmitteln gehören Haushaltszucker, Ahornsirup und Reismalzsirup, jeweils in geeigneten Portionsmengen. Problematischer sind dagegen Honig, Agavendicksaft und fructosereiche Sirupe sowie Süßungsmittel auf Basis bestimmter Polyole.

23. Ist Xylit low FODMAP?

Xylit (E967) gehört zu den Polyolen und ist bei der Low-FODMAP-Ernährung relevant. Es kann insbesondere in größeren Mengen schlecht aufgenommen werden und dadurch Wasser in den Darm ziehen sowie durch bakterielle Fermentation Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall verursachen.

Ist Erythrit low FODMAP?

Erythrit ist ebenfalls ein Zuckeralkohol, unterscheidet sich aber hinsichtlich seiner intestinalen Aufnahme von beispielsweise Sorbit oder Xylit. Deshalb sollte Erythrit nicht automatisch mit allen anderen Polyolen gleichgesetzt werden; die Verträglichkeit und die FODMAP-Einstufung sollten anhand aktueller, portionsbezogener Daten beurteilt werden.

Ist Stevia low FODMAP?

Steviolglykoside sind kein klassischer FODMAP-Zucker und können grundsätzlich zum Süßen verwendet werden. Bei Fertigprodukten ist allerdings Vorsicht sinnvoll, weil ein Produkt mit Stevia zusätzlich FODMAP-relevante Zutaten wie Polyole, Inulin oder Fruktose enthalten kann.

Ist Sorbit ein FODMAP?

Ja. Sorbit gehört zu den Polyolen und damit zu den FODMAPs. Es kommt natürlicherweise beispielsweise in Äpfeln, Birnen, Kirschen und bestimmten Steinfrüchten vor und wird außerdem als Süßungsmittel in zuckerfreien Produkten eingesetzt.

Ist Sorbit bei Reizdarm schlecht?

Sorbit kann bei Menschen mit Reizdarm Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall verstärken, insbesondere bei höheren Mengen. Untersuchungen zeigen, dass die gastrointestinalen Wirkungen von Polyolen dosisabhängig sein können; deshalb ist nicht jede kleine Menge automatisch problematisch.

Ist Honig low FODMAP?

Honig ist aufgrund seines Gehalts an freier Fruktose in größeren Portionen nicht low FODMAP. Das liegt daran, dass Fruktose insbesondere dann problematisch werden kann, wenn sie im Verhältnis zu Glukose im Überschuss vorhanden ist.

Ist Agavendicksaft low FODMAP?

Agavendicksaft ist wegen seines hohen Fruktoseanteils für die strenge Low-FODMAP-Eliminationsphase in der Regel keine geeignete Süßungsalternative. Die Tatsache, dass ein Süßungsmittel natürlich oder pflanzlich ist, sagt deshalb wenig über seine FODMAP-Verträglichkeit aus.

Ist Ahornsirup low FODMAP?

Ahornsirup gehört zu den Süßungsmitteln, die Monash als low FODMAP einstuft. Wie bei anderen Lebensmitteln sollte trotzdem die Portionsgröße berücksichtigt werden, denn die FODMAP-Belastung einer Mahlzeit hängt nicht nur vom einzelnen Lebensmittel ab.

Ist Maltit low FODMAP?

Maltit (E965) ist ein Polyol und damit für die Low-FODMAP-Ernährung relevant. Es wird häufig in zuckerfreien Süßigkeiten eingesetzt und kann bei ausreichender Menge osmotische und fermentative Effekte verursachen, die zu Blähungen oder Durchfall führen können.

Ist Isomalt low FODMAP?

Isomalt (E953) gehört ebenfalls zu den Polyolen und sollte während einer strengen Low-FODMAP-Phase auf Zutatenlisten beachtet werden. Es findet sich besonders häufig in zuckerfreien Bonbons und Süßwaren und kann bei größeren Mengen gastrointestinale Beschwerden verursachen.

Sind zuckerfreie Süßigkeiten bei FODMAP erlaubt?

„Zuckerfrei“ bedeutet nicht automatisch „low FODMAP“. Viele zuckerfreie Bonbons, Kaugummis und Süßigkeiten enthalten Sorbit, Xylit, Maltit, Isomalt oder andere Polyole, die gerade bei empfindlichen Menschen Beschwerden auslösen können.

Warum bekomme ich von zuckerfreien Süßigkeiten Durchfall?

Der häufigste Grund sind größere Mengen an Zuckeralkoholen beziehungsweise Polyolen. Nicht vollständig aufgenommene Polyole können Wasser im Darmlumen zurückhalten und werden im Dickdarm fermentiert; dadurch können weicher Stuhl, Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen entstehen.

Welcher Süßstoff ist bei Reizdarm geeignet?

Das Wort „Süßstoff“ umfasst verschiedene Stoffgruppen und sollte deshalb nicht pauschal bewertet werden. Besonders relevant für Menschen mit Reizdarm sind Polyole wie Sorbit, Mannit, Xylit, Maltit und Isomalt, während nicht-nutritive Süßstoffe wie Steviolglykoside oder Acesulfam-K anders zu beurteilen sind.

Ist Süßstoff bei Reizdarm erlaubt?

Ja, aber es kommt auf den konkreten Süßstoff an. Bei Reizdarm sind insbesondere Zuckeralkohole relevant, weil sie abhängig von Dosis und individueller Empfindlichkeit gastrointestinale Beschwerden verursachen können; „Süßstoff“ sollte deshalb nicht als einheitliche Stoffgruppe betrachtet werden.

Was ist besser bei FODMAP: Zucker oder Süßstoff?

Eine pauschale Antwort ist nicht sinnvoll. Eine kleine Menge Haushaltszucker kann FODMAP-seitig besser verträglich sein als eine zuckerfreie Süßigkeit mit größeren Mengen Sorbit, Xylit oder Maltit – „zuckerfrei“ ist bei FODMAP daher nicht automatisch die bessere Wahl.

Darf ich bei FODMAP Schokolade mit Zucker essen?

Schokolade kann abhängig von Kakaoanteil, Milchbestandteilen, Portion und weiteren Zutaten unterschiedlich bewertet werden. Dunkle Schokolade wird von Monash als eine mögliche low-FODMAP-Option aufgeführt, während beispielsweise Milchschokolade durch ihren Laktosegehalt problematischer sein kann.

Welche Süßungsmittel sollte man bei FODMAP meiden?

Während der strengen Eliminationsphase sind insbesondere Sorbit, Mannit, Xylit, Maltit, Isomalt und Lactitol relevant und sollten in größeren Mengen vermieden werden. Zusätzlich sollten fructosereiche Süßungsmittel wie Honig und Agavendicksaft sowie Produkte mit High-Fructose-Corn-Syrup beachtet werden.


Quellen für die FAQ

  1. Monash University – FODMAP Food List: aktuelle Einordnung von Zucker, Süßungsmitteln und Polyolen. M
    Monash FODMAP Food List
  2. Lenhart A, Chey WD. A Systematic Review of the Effects of Polyols on Gastrointestinal Health and Irritable Bowel Syndrome. Adv Nutr. 2017;8(4):587-596. PMID: 28710145. Die Arbeit bewertet Absorption und gastrointestinale Effekte verschiedener Polyole.
    PubMed – PMID 28710145
  3. Monash University – Sweeteners and the Low FODMAP Diet: Übersicht über nutritive und nicht-nutritive Süßungsmittel sowie Zuckeralkohole.
    Monash – Sweeteners and Low FODMAP Diet
  4. Monash University – Label Reading and FODMAPs: besonders relevant für die Identifikation von Sorbit, Mannit, Maltit, Xylit, Isomalt und anderen Polyolen in verarbeiteten Lebensmitteln.
    Monash – Label Reading and FODMAPs