Häufig in der Sprechstunde gestellte Fragen FAQ zur Low FODMAP-Diät

Häufig gestellte Fragen FAQ zur Low FODMAP-Diät
Im Folgenden haben wir Fragen, die auf dem FODMAP-Blog oder in der medizinischen Sprechstunde gestellt wurden zusammengefasst. Dies betrifft vor allem Fragen, die immer wieder in ähnlicher Form auftauchen.
Die www.Fodmap-Info.de/fodmap ist Deutschlands medizinisch fundierte FODMAP-Ressource für Reizdarm-Betroffene.
Medizinisch geprüft von: Prof. Dr. med. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, LMU München
Letzte Aktualisierung: 23.06.2026
Ausführliche Informationen zur FODMAP-Diät finden sie auf der deutschen FODMAP-Standard Seite, mit Bezug zur DGVS AWMF Behandlungsleitlinie unter folgendem Link.
Allen, die mehr über die FODMAP-Diät erfahren möchten, empfehlen wir den Ernährungsratgeber von Prof. Storr. Dort finden Sie das Prinzip der FODMAP-Diät verständlich erklärt. Zahlreiche Tabellen helfen Ihnen beim täglichen Einkauf und Rezepte geben Anregungen zum FODMAP-armen Kochen und Backen. (zur Buchbesprechung…)
Weitere Informationen finden Sie auch im großen FODMAP-Ratgeber.
Frequently asked questions FAQ zur Low FODMAP-Diät
Dinkel gilt als FODMAP-arm, enthält aber Gluten. Ist das kein Widerspruch?
Vielfach besteht das Missverständnis, dass die Low FODMAP-Diät eine glutenfreie Diät ist. Die Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste, die viel Gluten enthalten, enthalten auch viele FODMAPs (v.a. Oligosaccharide), die Probleme bereiten können, sodass ähnlich wie bei der Zöliakie, auf Buchweizen, Mais, Reis, Tapioka oder Hirse ausgewichen wird. Anders als bei der Zöliakie muss aber Gluten nicht gänzlich gemieden werden. Dinkel hat sich als sehr viel verträglicher als Weizen herausgestellt und wird daher als FODMAP-arm eingestuft. Der Einfluss von Herstellungsverfahren auf den FODMAP-Gehalt von Dinkel wird noch untersucht. Als glutenfrei gekennzeichnete Produkte sind nicht per se FODMAP-arm. Die FODMAP-Diät fasst ja eine ganze Gruppe von potenziell Beschwerden verursachenden Stoffen zusammen.
Wieso gelten manche Früchte als FODMAP-arm, wenn sie als Trockenfrüchte konsumiert werden aber plötzlich als FODMAP-reich?
Durch den Trocknungsprozess wird der Frucht Wasser entzogen und die enthaltenen Zucker konzentriert, wodurch auch die enthaltenen FODMAPs konzentrierter vorliegen. Beim Trockenvorgang entstehen aber auch Fruktane, die bei der frischen Frucht nicht vorhanden sind. Gerade bei Trockenfrüchten kommt es sehr stark auf die Verzehrmenge an. Kleinere Portionen werden von Reizdarmpatienten meist gut vertragen.
Was lässt sich zu Fetten und Ölen hinsichtlich der FODMAP-Diät sagen bzw. was muss man beachten?
Fette und Öle enthalten entweder kaum oder gar keine Kohlenhydrate, sind also FODMAP-arm oder FODMAP-frei. Hinsichtlich der FODMAP-Diät sind sie unbedenklich. Natürlich sollten aber Zutaten, die mit den Fetten zusammen verarbeitet werden auf ihren FODMAP-Gehalt geprüft werden. Das betrifft vor allem Panaden, Saucen und Marinaden. Desweiteren sind Fette in großen Mengen schwer verdaulich. Wer also unter einem Reizdarm oder anderen Verdauungsbeschwerden leidet, sollte bei Fetten und Ölen darauf achten, den Verdauungstrakt nicht zu überlasten.
Wieso gilt Haushaltszucker als FODMAP-arm, wenn er doch zu 50% aus Fruktose besteht?
Der normale Haushaltszucker (Saccharose) wird im Darm zu Fruktose und Glukose aufgespalten. Die Glukose erleichtert die Aufnahme der Fruktose im Darm. Das ist der Grund, warum Obst, das ein ausgewogenes Verhältnis von Fruktose und Glukose aufweist (= FODMAP-armes Obst), besser bekömmlich ist. Haushaltszucker kann also vom Darm recht gut aufgenommen werden. Um den Körper nicht mit der Fruktoseaufnahme zu überfordern, sollte auch auf sorbitarme Lebensmittel geachtet werden. Denn der Fruktosetransporter (GLUT-5) ist auch gleichzeitig für den Transport von Sorbit zuständig. Wer also gleichzeitig viel fruktosehaltige Lebensmittel und sorbithaltige Lebensmittel zu sich nimmt, läuft Gefahr seinen Darm zu überfordern.
Ist die FODMAP-Diät auch für vegetarisch und vegan lebende Menschen geeignet?
Eine vegetarische oder vegane Ernährung verträgt sich nur eingeschränkt mit einer FODMAP-Diät. Zur wichtigen Deckung des Proteinbedarfs bei Vegetariern und Veganern, werden häufig FODMAP-reiche Hülsenfrüchte oder Milchprodukte konsumiert. Auf jeden Fall sollte man eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, um Mangelzustände aufgrund einer zu sehr eingeschränkten Lebensmittelauswahl zu vermeiden.
Welche Rolle spielt die Verzehrmenge bei der FODMAP-Diät?
Die Verzehrmenge spielt bei der FODMAP-Diät eine große Rolle. In den verschiedenen Lebensmitteln sind die unterschiedlichen FODMAP-Gruppen in verschiedenen Mengen vorhanden. Ob ein Lebensmittel als FODMAP-arm oder FODMAP-reich beurteilt wird, entscheidet die Gesamtbewertung. So enthält zum Beispiel Brokkoli an FODMAP-relevanten Bestandteilen lediglich mäßige Mengen an Polyolen. Bei einer Portion von bis zu ca. 50 Gramm verursacht Brokkoli in der Regel keine Beschwerden. Isst man jedoch mehr, steigt auch der Anteil der zugeführten Polyole, sodass eine große Portion Brokkoli bei Reizdarmpatienten Beschwerden verursachen kann. Dasselbe gilt zum Beispiel für Stangensellerie. Auch bei Obst sollte man nicht übertrieben große Portionen einer Frucht auf einmal verzehren, auch wenn diese als FODMAP-arm klassifiziert wird.
Es gibt eine Vielzahl an Fertigprodukten mit vielen Zutaten und Zusatzstoffen. Wie kann ich mich da orientieren, wenn ich FODMAP-arm essen möchte?
Je weniger Fertigprodukte Sie zu sich nehmen, desto einfacher ist es, den FODMAP-Gehalt zu kontrollieren. Fertiggerichte enthalten meist eine Vielzahl von FODMAPs und das Entschlüsseln der Zutatenliste ist nicht einfach. Wenn Sie die Lebensmittel wie Gemüse, Fleisch, Obst und Milchprodukte selbst verarbeiten, haben Sie die volle Kontrolle über die Zutaten. Wenn Sie auf Fertiggerichte nicht verzichten wollen, dann hilft nur das genaue Studium der Zutatenlisten und das Vergleichen mit FODMAP-Listen. Nachdem es noch viel Forschungsbedarf gibt, inwiefern verschiedene Herstellungsverfahren sich auf den FODMAP-Gehalt auswirken, gibt es bei Fertiggerichten in manchen Fällen einen hohen Unsicherheitsfaktor, was die Bewertung des FODMAP-Gehalts angeht.
Tipp: Stöbern Sie auch durch die Fragen im Blog, hier werden viele Fragen beantwortet, die Ihnen weiter helfen können. Die wichtigsten dieser Fragen haben wir hier zusammengefasst.
FODMAP-FAQ – Fragen 1 bis 100
1. Was bedeutet FODMAP eigentlich?
FODMAP steht für eine Gruppe kurzkettiger Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die im Dünndarm teilweise schlecht aufgenommen werden und dadurch Wasser in den Darm ziehen sowie im Dickdarm von Bakterien fermentiert werden können. Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom kann dies Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und veränderten Stuhlgang verstärken.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
2. Für wen ist die Low-FODMAP-Diät geeignet?
Die Low-FODMAP-Diät wurde insbesondere zur Behandlung funktioneller gastrointestinaler Beschwerden und des Reizdarmsyndroms untersucht. Sie sollte möglichst gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt werden, anschließend erfolgt eine strukturierte Wiedereinführung der FODMAP-Gruppen.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
3. Wie lange muss ich die strenge Low-FODMAP-Phase einhalten?
Die Eliminationsphase ist normalerweise nur vorübergehend und wird häufig über einige Wochen durchgeführt. Sobald sich die Beschwerden ausreichend gebessert haben, sollte mit der schrittweisen Reintroduction begonnen werden, anstatt die strenge Phase langfristig fortzuführen.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome: an evidence-based review of the evidence and the potential mechanisms of action. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
4. Darf ich die Low-FODMAP-Diät dauerhaft machen?
Eine dauerhaft sehr strenge Low-FODMAP-Ernährung ist normalerweise nicht das Ziel der Diät. Nach der Eliminationsphase sollen individuelle Verträglichkeiten ermittelt und möglichst viele Lebensmittel wieder in die Ernährung integriert werden.
Quelle: Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
5. Brauche ich für die Low-FODMAP-Diät unbedingt einen Therapeuten?
Die Diät kann grundsätzlich erlernt werden, eine qualifizierte Ernährungsberatung kann die Durchführung jedoch erleichtern und unnötige Einschränkungen vermeiden. Besonders bei umfangreichen Ernährungseinschränkungen, Untergewicht oder einer bereits stark eingeschränkten Ernährung ist professionelle Unterstützung sinnvoll.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
6. Warum verursachen FODMAPs Blähungen?
FODMAPs können im Dünndarm teilweise nur unvollständig aufgenommen werden und gelangen dadurch in den Dickdarm. Dort werden sie von Darmbakterien fermentiert, wobei unter anderem Gase entstehen können; zusätzlich kann ihre osmotische Wirkung den Wassergehalt im Darm erhöhen.
Quelle: Staudacher HM et al. Mechanisms and efficacy of dietary FODMAP restriction in IBS. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
7. Hilft Low-FODMAP auch bei Verstopfung?
Eine Low-FODMAP-Diät kann bei Menschen mit Reizdarmsyndrom auch Beschwerden beeinflussen, die mit verändertem Stuhlgang einhergehen. Bei Verstopfung ist jedoch zusätzlich auf ausreichende Ballaststoffzufuhr und insbesondere gut verträgliche lösliche Ballaststoffe zu achten.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
8. Wann merke ich erste Verbesserungen?
Bei manchen Menschen bessern sich die Beschwerden bereits innerhalb der ersten Wochen einer Low-FODMAP-Intervention. Die individuelle Reaktion ist jedoch unterschiedlich und sollte anhand der Symptome und nicht allein anhand der Einhaltung einer Lebensmittelliste beurteilt werden.
Quelle: Halmos EP et al. A diet low in FODMAPs reduces symptoms of irritable bowel syndrome. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
9. Kann Low-FODMAP meine Histaminintoleranz beeinflussen?
FODMAPs und Histamin sind unterschiedliche Konzepte und sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden. Eine Low-FODMAP-Diät kann zwar die Auswahl bestimmter Lebensmittel verändern, daraus lässt sich jedoch keine allgemeine Wirkung auf eine Histaminintoleranz ableiten.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
10. Warum habe ich trotz Low-FODMAP immer noch Beschwerden?
Nicht alle Beschwerden des Reizdarmsyndroms werden durch FODMAPs verursacht, und auch andere Faktoren wie Stress, Darmmotilität, viszerale Sensitivität oder die individuelle Zusammensetzung der Ernährung können eine Rolle spielen. Bleiben die Beschwerden bestehen, sollte außerdem überprüft werden, ob die Diagnose und die Ernährungsstrategie weiterhin passen.
Quelle: Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
11. Welches Brot darf ich in der Eliminationsphase essen?
Geeignete Brotsorten hängen von Getreideart, Verarbeitung, Zutaten und Portionsgröße ab. Sauerteigfermentation kann beispielsweise den FODMAP-Gehalt bestimmter Weizenprodukte reduzieren, sodass nicht grundsätzlich jedes Weizenbrot ausgeschlossen werden muss.
Quelle: Laatikainen R et al. Randomised clinical trial: low FODMAP diet vs. traditional dietary advice for IBS. Aliment Pharmacol Ther. 2016;43:755–765. PMID: 26811045
12. Sind Haferflocken FODMAP-arm?
Hafer kann in geeigneten Portionsgrößen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Entscheidend sind dabei sowohl die verzehrte Menge als auch die individuelle Verträglichkeit.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
13. Darf ich Kaffee trinken?
Kaffee enthält selbst nicht automatisch relevante Mengen an FODMAPs, kann bei manchen Menschen mit Reizdarm jedoch unabhängig davon gastrointestinale Beschwerden auslösen. Deshalb sollte die individuelle Verträglichkeit berücksichtigt werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
14. Welche Gemüse sind in der Eliminationsphase sicher?
Viele Gemüsearten können in geeigneten Portionsgrößen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Die Verträglichkeit hängt dabei häufig von der Gemüseart und der Portionsgröße ab.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
15. Sind alle Beeren erlaubt?
Nein, bei Beeren sind sowohl die Sorte als auch die Portionsgröße relevant. Einige Beeren können in geeigneten Mengen gut verträglich sein, während größere Portionen oder bestimmte Sorten mehr FODMAPs enthalten können.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
16. Wie organisiere ich den Einkauf am besten?
Eine vorbereitete Einkaufsliste mit gut verträglichen Grundnahrungsmitteln erleichtert die Eliminationsphase erheblich. Sinnvoll ist es außerdem, Zutatenlisten von verarbeiteten Lebensmitteln auf relevante FODMAP-Quellen zu prüfen.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
17. Kann ich auswärts essen gehen?
Restaurantbesuche sind auch während einer Low-FODMAP-Phase möglich, erfordern aber häufig eine bewusste Auswahl der Speisen. Einfach zubereitete Gerichte mit wenigen Zutaten erleichtern es, problematische FODMAP-Quellen zu vermeiden.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
18. Wie gehe ich mit Einladungen und Familienessen um?
Eine Low-FODMAP-Ernährung sollte möglichst alltagstauglich bleiben und soziale Situationen nicht unnötig einschränken. Es kann helfen, vorher passende Speisen abzusprechen oder eine gut verträgliche Alternative mitzubringen.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
19. Darf ich Alkohol trinken?
Alkohol ist nicht grundsätzlich ein FODMAP, kann aber bei manchen Menschen unabhängig davon Magen-Darm-Beschwerden verstärken. Bei Beschwerden sollte deshalb sowohl die Art des Getränks als auch die individuelle Verträglichkeit berücksichtigt werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
20. Wie plane ich Mahlzeiten für unterwegs?
Für unterwegs eignen sich einfach zusammengesetzte Mahlzeiten und Snacks, deren Zutaten und Portionsgrößen bekannt sind. Eine kleine Auswahl individuell gut verträglicher Lebensmittel kann helfen, spontane und schwer einzuschätzende Mahlzeiten zu vermeiden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
21. Wie funktioniert die Reintroduction genau?
Nach einer erfolgreichen Eliminationsphase werden einzelne FODMAP-Gruppen schrittweise wieder getestet. Ziel ist es, die persönliche Verträglichkeit zu bestimmen und anschließend eine möglichst vielfältige Ernährung aufzubauen.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
22. Wie lange dauert die gesamte Reintroduction?
Die Dauer hängt davon ab, wie viele FODMAP-Gruppen getestet werden und wie deutlich die individuelle Reaktion ausfällt. Die Reintroduction ist ein schrittweiser Prozess und kann sich über mehrere Wochen erstrecken.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
23. Was mache ich, wenn ich auf viele FODMAPs reagiere?
Wenn zahlreiche Lebensmittel Beschwerden verursachen, sollte zunächst überprüft werden, ob tatsächlich FODMAPs der entscheidende Auslöser sind. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann helfen, unnötige Restriktionen zu vermeiden und trotzdem eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.
Quelle: Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
24. Kann sich meine Toleranz im Laufe der Zeit ändern?
Ja, die individuelle Verträglichkeit von FODMAPs kann sich verändern. Deshalb ist es sinnvoll, zuvor problematische Lebensmittel zu einem späteren Zeitpunkt erneut in geeigneten Mengen zu testen.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
25. Muss ich immer alles streng Low-FODMAP halten?
Nein. Das langfristige Ziel besteht nicht darin, möglichst viele FODMAPs dauerhaft zu vermeiden, sondern die individuelle Verträglichkeit zu bestimmen und die Ernährung entsprechend zu personalisieren.
Quelle: Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
26. Ist Low-FODMAP nur ein Modetrend?
Die Low-FODMAP-Diät wurde in zahlreichen klinischen Studien und systematischen Übersichtsarbeiten untersucht. Für Menschen mit Reizdarmsyndrom gibt es Evidenz für eine Verbesserung gastrointestinaler Symptome, wobei die Ernährung gezielt und nicht als dauerhaft restriktive Diät eingesetzt werden sollte.
Quelle: Black CJ et al. Efficacy of a low FODMAP diet in irritable bowel syndrome: systematic review and network meta-analysis. Gut. 2022;71:1117–1126. PMID: 34376515
27. Verliere ich durch Low-FODMAP Muskelmasse?
Eine Low-FODMAP-Ernährung führt nicht zwangsläufig zu Muskelverlust. Entscheidend ist, dass trotz der Einschränkungen ausreichend Energie, Protein und andere wichtige Nährstoffe aufgenommen werden.
Quelle: Staudacher HM et al. Nutrient Intake, Diet Quality, and Diet Diversity in IBS and impact of low FODMAP diet. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
28. Kann ich als Vegetarier/Veganer Low-FODMAP leben?
Eine vegetarische oder vegane Low-FODMAP-Ernährung ist grundsätzlich möglich, erfordert aber eine sorgfältige Auswahl pflanzlicher Proteinquellen. Besonders Hülsenfrüchte, bestimmte Getreideprodukte und einige pflanzliche Alternativen sollten hinsichtlich Portion und FODMAP-Gehalt individuell berücksichtigt werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
29. Hilft Low-FODMAP bei Blähbauch nach jeder Mahlzeit?
Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom kann eine Reduktion fermentierbarer Kohlenhydrate Blähungen und andere Beschwerden vermindern. Ein Blähbauch nach jeder Mahlzeit hat jedoch verschiedene mögliche Ursachen und sollte nicht automatisch auf FODMAPs zurückgeführt werden.
Quelle: Halmos EP et al. A diet low in FODMAPs reduces symptoms of irritable bowel syndrome. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
30. Muss ich alle Ballaststoffe streichen?
Nein. Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und sollten nicht pauschal vermieden werden. Bei Reizdarmbeschwerden können insbesondere lösliche Ballaststoffe wie Flohsamen hilfreich sein.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
31. Sind Zwiebeln wirklich so schlimm?
Zwiebeln enthalten insbesondere Fruktane und gehören deshalb zu den klassischen FODMAP-reichen Lebensmitteln. Die Verträglichkeit hängt jedoch von der verzehrten Menge und der individuellen Empfindlichkeit ab.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
32. Darf ich Knoblauchöl verwenden?
Knoblauch enthält Fruktane, die nicht nennenswert in Fett löslich sind. Deshalb kann aromatisiertes Öl, aus dem Knoblauch anschließend entfernt wird, eine Möglichkeit sein, Knoblaucharoma in einer Low-FODMAP-Ernährung zu nutzen.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
33. Wie viel Milchprodukte sind erlaubt?
Nicht alle Milchprodukte enthalten relevante Mengen an Laktose. Hartkäse und andere laktosearme Produkte können häufig besser verträglich sein, während die individuelle Toleranz gegenüber laktosehaltigen Produkten berücksichtigt werden sollte.
Quelle: Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
34. Sind Nüsse erlaubt?
Viele Nüsse können in geeigneten Portionsgrößen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Entscheidend sind die jeweilige Nusssorte und die verzehrte Menge.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
35. Kann ich Honig essen?
Honig enthält einen hohen Anteil an Fruktose und kann deshalb bei empfindlichen Personen FODMAP-bedingte Beschwerden auslösen. In der strengen Eliminationsphase wird Honig deshalb üblicherweise vermieden.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
36. Was ist mit Schokolade?
Schokolade kann abhängig von Sorte, Zutaten und Portionsgröße unterschiedlich viele FODMAPs enthalten. Besonders Milchbestandteile oder zugesetzte Zuckeralkohole können bei empfindlichen Personen relevant sein.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
37. Hilft Low-FODMAP bei Sodbrennen?
Die Low-FODMAP-Diät ist keine etablierte Standardtherapie für gastroösophageale Refluxkrankheit. Einzelne Menschen können jedoch feststellen, dass bestimmte FODMAP-reiche Lebensmittel ihre individuellen Beschwerden beeinflussen.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
38. Darf ich Fertigprodukte essen?
Fertigprodukte können Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein, sofern die Zutaten berücksichtigt werden. Problematisch können beispielsweise Zwiebeln, Knoblauch, bestimmte Zuckeralkohole oder andere FODMAP-reiche Zutaten sein.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
39. Wie wirkt sich Low-FODMAP auf mein Mikrobiom aus?
Eine Low-FODMAP-Diät kann die Zusammensetzung und Aktivität des Darmmikrobioms verändern, unter anderem durch eine geringere Zufuhr fermentierbarer Substrate. Deshalb wird eine langfristig unnötig strenge FODMAP-Restriktion nicht empfohlen.
Quelle: So D et al. Effects of a low FODMAP diet on the colonic microbiome in IBS: a systematic review with meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2022;116:943–952. PMID: 35728042
40. Kann ich Sport machen während der Diät?
Ja. Sport ist während einer Low-FODMAP-Diät grundsätzlich möglich. Bei intensiver körperlicher Belastung sollte jedoch besonders auf eine ausreichende Energie-, Flüssigkeits- und Kohlenhydratzufuhr geachtet werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
41. Kann ich Joggen während während der Diät?
Ja. Eine Low-FODMAP-Ernährung ist grundsätzlich mit körperlicher Aktivität, vor allem Joggen, Spazierengehen, Schwimmen, Fahrradfahren und Fitnesstraining vereinbar.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
42. Sind Smoothies erlaubt?
Smoothies können abhängig von den verwendeten Zutaten und der Gesamtmenge unterschiedlich viele FODMAPs enthalten. Besonders mehrere Obstsorten in einer großen Portion können die FODMAP-Belastung deutlich erhöhen.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
43. Welche Gewürze darf ich verwenden?
Viele einzelne Kräuter und Gewürze können in geeigneten Mengen verwendet werden. Bei Gewürzmischungen und Fertigwürzungen sollte zusätzlich die Zutatenliste kontrolliert werden, da beispielsweise Zwiebel- oder Knoblauchbestandteile enthalten sein können.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
44. Darf ich Reis essen?
Reis kann in einer Low-FODMAP-Ernährung grundsätzlich verwendet werden. Er enthält in üblichen Portionen keine relevanten Mengen der klassischen FODMAP-Kohlenhydrate.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
45. Wie gehe ich mit Heißhunger um?
Heißhunger kann durch zu kleine oder unausgewogene Mahlzeiten verstärkt werden. Regelmäßige Mahlzeiten mit ausreichend Energie, Protein und individuell verträglichen Kohlenhydraten können helfen, die Ernährung während der Eliminationsphase alltagstauglich zu gestalten.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
46. Sind Eier Low-FODMAP?
Eier enthalten keine relevanten Mengen der Kohlenhydrate, die als FODMAP klassifiziert werden. Sie können deshalb grundsätzlich Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
47. Kann Low-FODMAP beim Abnehmen helfen?
Eine Low-FODMAP-Diät ist keine primäre Gewichtsreduktionsdiät. Eine Gewichtsabnahme kann entstehen, wenn insgesamt weniger Energie aufgenommen wird, sie ist jedoch weder notwendiger Bestandteil noch das eigentliche Ziel der FODMAP-Diät.
Quelle: Staudacher HM et al. Nutrient Intake, Diet Quality, and Diet Diversity in IBS and impact of low FODMAP diet. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
48. Darf ich Tofu essen?
Tofu kann je nach Herstellungsverfahren und Produkt unterschiedlich viele FODMAPs enthalten. Fester Tofu wird häufig besser vertragen als Produkte, bei denen größere Mengen löslicher Bestandteile verbleiben.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
49. Welche Süßungsmittel sind erlaubt?
Nicht jedes Süßungsmittel ist bei einer Low-FODMAP-Ernährung problematisch. Besonders Zuckeralkohole wie Sorbit, Mannit und Xylit können jedoch relevante FODMAPs darstellen und sollten in der Eliminationsphase berücksichtigt werden.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
50. Muss ich auf Laktose verzichten?
Nein. Laktose ist nur dann problematisch, wenn sie nicht ausreichend verdaut und aufgenommen wird. Viele Menschen mit Reizdarm vertragen kleinere Mengen oder laktosearme beziehungsweise laktosefreie Milchprodukte.
Quelle: Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
51. Ist die Diät auch für Kinder geeignet?
Eine Low-FODMAP-Diät bei Kindern sollte nicht ohne fachliche Begleitung durchgeführt werden. Wegen des Wachstums und des erhöhten Nährstoffbedarfs müssen unnötige Einschränkungen vermieden werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
52. Darf ich Low-FODMAP in der Schwangerschaft machen?
Eine strenge Eliminationsdiät sollte während der Schwangerschaft nicht ohne medizinische beziehungsweise ernährungsmedizinische Begleitung durchgeführt werden. Eine ausreichende Versorgung mit Energie und allen wichtigen Nährstoffen hat in dieser Lebensphase besondere Bedeutung.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
53. Welche Getreide sind erlaubt?
Mehrere Getreide und Getreideprodukte können in geeigneten Mengen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Nicht das Getreide allein, sondern auch Verarbeitung, Produktart und Portionsgröße bestimmen den FODMAP-Gehalt.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
54. Kann ich Kaffee-Ersatz trinken?
Kaffeeersatz kann je nach verwendeten Zutaten unterschiedliche FODMAP-Mengen enthalten. Produkte aus beispielsweise Zichorie oder Inulin können aufgrund ihres hohen Gehalts an fermentierbaren Kohlenhydraten für empfindliche Personen problematisch sein.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
55. Wie viel Obst darf ich pro Tag essen?
Bei Obst sind Sorte, Portionsgröße und Kombination verschiedener Früchte entscheidend. Auch FODMAP-arme Früchte können bei sehr großen Mengen oder mehreren Portionen hintereinander zur gesamten FODMAP-Belastung beitragen.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
56. Sind Hülsenfrüchte komplett verboten?
Nein. Hülsenfrüchte müssen nicht grundsätzlich aus der Ernährung gestrichen werden. Je nach Sorte, Verarbeitung und Portionsgröße können einzelne Produkte in geeigneten Mengen verträglich sein.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
57. Hilft Low-FODMAP bei Blähungen nach Milchprodukten?
Wenn die Beschwerden durch eine relevante Laktosemalabsorption entstehen, kann eine Reduktion laktosehaltiger Lebensmittel helfen. In diesem Fall ist jedoch nicht die gesamte FODMAP-Gruppe entscheidend, sondern insbesondere die Verträglichkeit von Laktose.
Quelle: Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
58. Kann Stress die Wirkung der Diät mindern?
Stress kann die Wahrnehmung und Verarbeitung gastrointestinaler Signale beeinflussen und dadurch Beschwerden verstärken. Deshalb sollte die Ernährung bei Reizdarm nicht isoliert betrachtet werden, sondern zusammen mit weiteren Faktoren der Darm-Hirn-Interaktion.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
59. Welche Milchalternativen sind erlaubt?
Milchalternativen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer Zutaten und FODMAP-Gehalte. Je nach Produkt können beispielsweise Reis-, bestimmte Soja- oder andere pflanzliche Getränke geeignet sein; entscheidend sind Produktzusammensetzung und Portionsgröße.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
60. Darf ich Schokolade mit Nüssen essen?
Das hängt von der Schokoladensorte, den verwendeten Nüssen und der Portionsgröße ab. Zusätzlich können Milchbestandteile oder Zuckeralkohole die FODMAP-Belastung erhöhen.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
61. Wie lange hält die Besserung nach der Diät an?
Eine Symptomverbesserung kann auch nach der Eliminationsphase bestehen bleiben, die langfristige Wirkung ist jedoch individuell unterschiedlich. Ziel der Reintroduction ist deshalb, eine persönliche Ernährung zu entwickeln, die Beschwerden kontrolliert und gleichzeitig möglichst vielfältig bleibt.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
62. Kann ich Low-FODMAP mit anderen Diäten kombinieren?
Eine Low-FODMAP-Ernährung kann grundsätzlich mit anderen Ernährungsformen kombiniert werden. Je mehr Einschränkungen gleichzeitig vorgenommen werden, desto wichtiger ist jedoch eine ausreichende Nährstoffzufuhr und eine professionelle Begleitung.
Quelle: Staudacher HM et al. Nutrient Intake, Diet Quality, and Diet Diversity in IBS and impact of low FODMAP diet. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
63. Sind Kartoffeln erlaubt?
Kartoffeln können grundsätzlich Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Die Zubereitung und insbesondere weitere Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch oder FODMAP-reiche Saucen können jedoch die Gesamtbelastung verändern.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
64. Wie erkenne ich versteckte FODMAPs?
Versteckte FODMAPs finden sich vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln und zusammengesetzten Produkten. Beim Lesen von Zutatenlisten sollte insbesondere auf Zutaten wie Zwiebel, Knoblauch, bestimmte Zuckeralkohole, Inulin und Fruktoseüberschüsse geachtet werden.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
65. Darf ich Joghurt essen?
Joghurt kann je nach Produkt und Laktosegehalt unterschiedlich gut verträglich sein. Laktosefreie Varianten können eine Möglichkeit darstellen, wenn Laktose Beschwerden verursacht.
Quelle: Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
66. Hilft Low-FODMAP bei Reizblase?
Eine Low-FODMAP-Diät ist keine etablierte Standardtherapie für das Blasenschmerzsyndrom beziehungsweise eine Reizblase. Einzelne Betroffene berichten über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Beschwerden, die Evidenz für eine spezifische Low-FODMAP-Therapie ist jedoch begrenzt.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
67. Kann ich Backen während der Diät?
Ja. Viele Rezepte lassen sich durch geeignete Mehle, laktosefreie Zutaten und passende Süßungsmittel anpassen. Entscheidend ist die Zusammensetzung des gesamten Rezepts und die Portionsgröße.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
68. Was tun bei Rückfall nach einem Essen?
Ein einzelner Rückfall bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Ernährung angepasst werden muss. Sinnvoll ist es, die gegessenen Lebensmittel, Portionsgrößen und zeitlichen Zusammenhang mit den Beschwerden zu dokumentieren und anschließend zur individuell gut verträglichen Ernährung zurückzukehren.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
69. Sind Avocados erlaubt?
Avocados können abhängig von der Portionsgröße relevant für die FODMAP-Belastung sein. Deshalb sollte insbesondere während der Eliminationsphase auf eine geeignete Portion geachtet werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
70. Wie wichtig ist das Trinken?
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist unabhängig von der Low-FODMAP-Diät wichtig. Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von Körpergröße, Aktivität, Umgebungstemperatur und Ernährung ab.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
71. Kann Low-FODMAP meine Energie steigern?
Eine Symptomverbesserung kann dazu führen, dass sich Betroffene im Alltag subjektiv belastbarer fühlen. Die Low-FODMAP-Diät ist jedoch keine allgemeine Methode zur Steigerung der Energie und sollte nicht mit diesem Ziel durchgeführt werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
72. Darf ich Fertigsaucen verwenden?
Fertigsaucen können verwendet werden, wenn ihre Zutaten zur individuellen Low-FODMAP-Phase passen. Besonders Zwiebeln, Knoblauch, Inulin und bestimmte Süßungsmittel können in solchen Produkten relevante FODMAP-Quellen darstellen.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
73. Welche Käsesorten sind erlaubt?
Viele gereifte Käsesorten enthalten nur sehr wenig Laktose und können daher häufig in einer Low-FODMAP-Ernährung eingesetzt werden. Bei Frischkäse und anderen weniger gereiften Produkten kann der Laktosegehalt höher sein.
Quelle: Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
74. Muss ich Probiotika nehmen?
Nein. Probiotika sind kein zwingender Bestandteil einer Low-FODMAP-Diät. Die Daten zur Wirkung einzelner Probiotika bei Reizdarm sind zudem abhängig vom jeweiligen Stamm und Produkt.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
75. Kann ich Low-FODMAP beim Arbeiten umsetzen?
Ja. Mit vorbereiteten Mahlzeiten, geeigneten Snacks und einer überschaubaren Auswahl gut verträglicher Lebensmittel lässt sich die Ernährung auch im Berufsalltag umsetzen. Besonders hilfreich ist es, für ungeplante Situationen eine kleine Auswahl geeigneter Lebensmittel bereitzuhalten.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
76. Sind Tomaten erlaubt?
Tomaten können grundsätzlich Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Bei verarbeiteten Tomatenprodukten sollte zusätzlich auf die Zutaten und Portionsgröße geachtet werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
77. Wie gehe ich mit Restaurantbesuchen um?
Im Restaurant sind einfache Gerichte mit wenigen Zutaten häufig leichter einzuschätzen. Es kann außerdem sinnvoll sein, nach Zwiebeln, Knoblauch und bestimmten Saucen oder Marinaden zu fragen.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
78. Darf ich Popcorn essen?
Popcorn aus Mais kann grundsätzlich in eine Low-FODMAP-Ernährung passen. Problematisch können jedoch zugesetzte Zutaten wie bestimmte Süßungsmittel, Milchbestandteile oder größere Mengen anderer FODMAP-haltiger Zutaten sein.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
79. Hilft Low-FODMAP bei Migräne?
Eine Low-FODMAP-Diät ist keine etablierte Standardtherapie der Migräne. Eine individuelle Ernährungsberatung kann bei gleichzeitig bestehenden gastrointestinalen Beschwerden sinnvoll sein, aber ein spezifischer Nutzen von Low-FODMAP für Migräne ist nicht ausreichend belegt.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
80. Welche Flohsamenprodukte sind erlaubt?
Flohsamenschalen sind lösliche Ballaststoffe und können bei Reizdarm insbesondere bei Verstopfung hilfreich sein. Entscheidend sind eine langsame Steigerung der Menge und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
81. Kann ich Low-FODMAP-Rezepte abwandeln?
Ja. Häufig lassen sich Rezepte durch den Austausch einzelner Zutaten anpassen, ohne das gesamte Gericht zu verändern. Besonders relevant sind dabei Zwiebeln, Knoblauch, Milchprodukte, Weizenprodukte, Süßungsmittel und bestimmte Obstsorten.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
82. Was ist bei Ferien und Reisen zu beachten?
Eine Reise lässt sich mit Low-FODMAP planen, ohne die Ernährung unnötig stark einzuschränken. Praktisch sind bekannte Snacks für unterwegs sowie eine vorherige Recherche nach geeigneten Lebensmitteln am Reiseziel.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
83. Sind Weintrauben erlaubt?
Weintrauben können in geeigneten Portionen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Wie bei anderen Früchten ist die Menge relevant, da die FODMAP-Belastung mit zunehmender Portionsgröße steigen kann.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
84. Wie dokumentiere ich meine Symptome am besten?
Ein Symptomtagebuch kann dabei helfen, Zusammenhänge zwischen Lebensmitteln, Portionsgrößen und Beschwerden zu erkennen. Sinnvoll sind Angaben zu Mahlzeit, Menge, Zeitpunkt sowie Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlverhalten.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
85. Darf ich Ketchup essen?
Ketchup kann je nach Rezeptur unterschiedliche FODMAP-Quellen enthalten. Besonders zugesetzte Zwiebeln, Knoblauch oder größere Mengen Fruktose beziehungsweise andere Süßungsmittel sollten überprüft werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
86. Kann die Diät meine Haut verbessern?
Eine Verbesserung von Hauterkrankungen ist kein etabliertes Ziel der Low-FODMAP-Diät. Die Ernährung wurde vor allem zur Behandlung gastrointestinaler Beschwerden untersucht und sollte nicht ohne entsprechenden Grund zur Therapie von Hauterkrankungen eingesetzt werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
87. Welche Öle und Fette sind erlaubt?
Reine Fette und Öle enthalten keine relevanten Mengen der typischen FODMAP-Kohlenhydrate. Bei aromatisierten Produkten sollte jedoch auf zugesetzte FODMAP-haltige Zutaten wie Knoblauch oder Zwiebeln geachtet werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
88. Ist Low-FODMAP bei SIBO sinnvoll?
Die Low-FODMAP-Diät kann Symptome wie Blähungen und Bauchbeschwerden reduzieren, sie behandelt jedoch nicht nachgewiesenermaßen die Ursache einer SIBO. Bei Verdacht auf SIBO sollte deshalb die zugrunde liegende Diagnose und Therapie ärztlich geklärt werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
89. Darf ich Nudeln essen?
Nudeln können abhängig von Getreideart, Verarbeitung und Portionsgröße unterschiedlich viele FODMAPs enthalten. Es ist daher nicht notwendig, sämtliche Nudeln pauschal aus der Ernährung zu streichen.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
90. Wie motiviere ich mich langfristig?
Die langfristige Motivation steigt häufig, wenn die Ernährung nicht unnötig streng bleibt und persönliche Verträglichkeiten bekannt sind. Das eigentliche Ziel ist eine möglichst vielfältige Ernährung mit möglichst wenigen Einschränkungen.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
91. Kann Low-FODMAP Depressionen lindern?
Die Low-FODMAP-Diät ist keine etablierte Behandlung einer Depression. Eine Verbesserung gastrointestinaler Beschwerden kann sich zwar positiv auf das subjektive Wohlbefinden auswirken, daraus lässt sich jedoch keine antidepressive Wirkung der Diät ableiten.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
92. Sind Zitrusfrüchte erlaubt?
Viele Zitrusfrüchte können in geeigneten Portionsgrößen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Auch hier sind Sorte und Menge entscheidend, sodass eine pauschale Einstufung aller Zitrusfrüchte nicht sinnvoll ist.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
93. Was tun, wenn ich keine Besserung spüre?
Wenn sich trotz einer korrekt durchgeführten Eliminationsphase keine relevante Besserung zeigt, sollte die Strategie kritisch überprüft werden. Möglicherweise spielen andere Ernährungsfaktoren, funktionelle Mechanismen oder eine andere Diagnose eine größere Rolle.
Quelle: Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
94. Darf ich Bier trinken?
Bier kann abhängig von Sorte, Menge und individuellen Faktoren Beschwerden auslösen. Während der Eliminationsphase sollte deshalb die individuelle Verträglichkeit berücksichtigt und insbesondere auf zusätzliche FODMAP-Quellen geachtet werden.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
95. Wie sieht eine typische Low-FODMAP-Mahlzeit aus?
Eine typische Mahlzeit kann beispielsweise aus einer geeigneten Proteinquelle, einer FODMAP-armen Kohlenhydratquelle und verträglichem Gemüse bestehen. Entscheidend sind die individuellen Portionsgrößen und die Gesamtzusammensetzung der Mahlzeit.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
96. Kann ich die Diät selbst lernen?
Grundlegende Prinzipien der Low-FODMAP-Ernährung können selbst erlernt werden. Bei starken Beschwerden, vielen Einschränkungen oder Unsicherheit über eine ausreichende Nährstoffversorgung kann eine qualifizierte Ernährungsberatung sinnvoll sein.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
97. Sind getrocknete Früchte erlaubt?
Getrocknete Früchte enthalten durch den Wasserentzug deutlich konzentriertere Mengen an Kohlenhydraten und können deshalb in kleinen Mengen bereits relevant sein. Welche Produkte geeignet sind, hängt von Sorte und Portionsgröße ab.
Quelle: Storr M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
98. Was passiert nach Abschluss der Reintroduction?
Nach der Reintroduction sollte eine personalisierte Ernährung entstehen, bei der individuell verträgliche FODMAP-Mengen wieder regelmäßig gegessen werden können. Ziel ist eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung ohne unnötige langfristige Restriktionen.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
99. Gibt es Langzeitrisiken?
Eine langfristig unnötig strenge FODMAP-Restriktion kann die Ernährungsvielfalt und möglicherweise auch bestimmte Aspekte des Darmmikrobioms beeinflussen. Deshalb sollte die strenge Eliminationsphase zeitlich begrenzt und anschließend eine individuelle Reintroduction durchgeführt werden.
Quelle: So D et al. Effects of a low FODMAP diet on the colonic microbiome in IBS: a systematic review with meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2022;116:943–952. PMID: 35728042
100. Was ist das Ziel der Low-FODMAP-Diät?
Das Ziel ist nicht, dauerhaft möglichst viele FODMAPs zu vermeiden, sondern herauszufinden, welche FODMAP-Mengen individuell Beschwerden auslösen. Nach Eliminations- und Reintroduction-Phase soll eine möglichst abwechslungsreiche, ausgewogene und persönlich verträgliche Ernährung entstehen.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
Zentrale Literaturquellen für die FAQ 1–100
Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
Halmos EP, Power VA, Shepherd SJ, Gibson PR, Muir JG. A diet low in FODMAPs reduces symptoms of irritable bowel syndrome. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
Staudacher HM, Irving PM, Lomer MCE, Whelan K. Mechanisms and efficacy of dietary FODMAP restriction in IBS. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
Staudacher HM, Lomer MCE, Farquharson FM et al. A diet low in FODMAPs reduces symptoms in patients with irritable bowel syndrome and a probiotic preparation does not significantly change the response. Gastroenterology. PMID: 23955893
Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
Whelan K, Martin LD, Staudacher HM, Lomer MCE. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome: an evidence-based review of FODMAP restriction, reintroduction and personalisation in clinical practice. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
Black CJ, Staudacher HM, Ford AC. Efficacy of a low FODMAP diet in irritable bowel syndrome: systematic review and network meta-analysis. Gut. 2022;71:1117–1126. PMID: 34376515
Whelan K, Staudacher H. Low FODMAP diet in irritable bowel syndrome: a review of recent clinical trials and meta-analyses. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2022;25:341–347. PMID: 35838272
Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
Staudacher HM, Ralph FSE, Irving PM, Whelan K, Lomer MCE. Nutrient Intake, Diet Quality, and Diet Diversity in Irritable Bowel Syndrome and the Impact of the Low FODMAP Diet. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
So D, Loughman A, Staudacher HM. Effects of a low FODMAP diet on the colonic microbiome in irritable bowel syndrome: a systematic review with meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2022;116:943–952. PMID: 35728042
Storr, M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
FODMAP-FAQ – Fragen 101 bis 200
101. Kann eine Low-FODMAP-Diät bei Reizdarm wirklich helfen?
Ja. Studien zeigen, dass eine Low-FODMAP-Diät bei einem Teil der Menschen mit Reizdarmsyndrom Bauchschmerzen, Blähungen und Stuhlbeschwerden reduzieren kann. Sie sollte jedoch nicht dauerhaft maximal restriktiv durchgeführt werden, sondern idealerweise eine anschließende individuelle Wiedereinführung der FODMAPs beinhalten.
Quelle: Halmos EP et al. A diet low in FODMAPs reduces symptoms of irritable bowel syndrome. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
102. Wie schnell wirkt die Low-FODMAP-Diät?
Bei manchen Betroffenen bessern sich Beschwerden bereits innerhalb weniger Tage, bei anderen dauert es mehrere Wochen. Die initiale Eliminationsphase wird üblicherweise zeitlich begrenzt und anschließend durch Reintroduction und Personalisierung ergänzt.
Quelle: Whelan K et al. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome: an evidence-based review of FODMAP restriction, reintroduction and personalisation in clinical practice. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
103. Wie lange sollte man die strenge Low-FODMAP-Phase machen?
Die strenge Eliminationsphase sollte möglichst zeitlich begrenzt sein und nicht als dauerhafte Ernährung verstanden werden. Nach einer erfolgreichen Symptomkontrolle sollten FODMAP-Gruppen gezielt wieder eingeführt werden.
Quelle: Whelan K et al. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
104. Muss ich FODMAPs komplett vermeiden?
Nein. Ziel ist normalerweise nicht eine lebenslange FODMAP-freie Ernährung, sondern eine individuell verträgliche Menge. Die Verträglichkeit hängt von Lebensmittel, Portion und individueller Empfindlichkeit ab.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
105. Was passiert, wenn ich einmal etwas FODMAP-Reiches esse?
Ein einzelnes FODMAP-reiches Lebensmittel bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Ernährung „gescheitert“ ist. Entscheidend sind unter anderem Menge, individuelle Toleranz und die gesamte FODMAP-Belastung der Mahlzeit.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
106. Kann man FODMAPs auch essen, wenn man Reizdarm hat?
Ja. Menschen mit Reizdarm reagieren nicht auf alle FODMAPs gleichermaßen. Ziel der Reintroduktionsphase ist deshalb herauszufinden, welche FODMAP-Gruppen und Mengen individuell verträglich sind.
Quelle: Whelan K et al. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
107. Ist eine Low-FODMAP-Diät für jeden Menschen mit Blähungen geeignet?
Nein. Blähungen können zahlreiche Ursachen haben und sind nicht automatisch Folge einer hohen FODMAP-Aufnahme. Eine Low-FODMAP-Diät sollte deshalb nicht ohne Berücksichtigung der individuellen Diagnose und Ernährungssituation eingesetzt werden.
Quelle: Whelan K et al. Dietary management of irritable bowel syndrome: considerations, challenges, and solutions. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2024;9:1147–1161. PMID: 39521003
108. Kann eine Low-FODMAP-Diät Verstopfung verbessern?
Bei manchen Menschen mit IBS-C können sich Beschwerden verbessern, allerdings ist die Wirkung auf die Stuhlfrequenz nicht bei allen Betroffenen gleich. Bei Verstopfung müssen zusätzlich Ballaststoffzufuhr, Flüssigkeit und andere Ursachen berücksichtigt werden.
Quelle: Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
109. Kann eine Low-FODMAP-Diät Durchfall verbessern?
Ja. Schlecht absorbierte FODMAPs können Wasser im Darmlumen zurückhalten und anschließend im Dickdarm fermentiert werden. Studien zeigen bei einem Teil der Menschen mit IBS-D eine Verbesserung gastrointestinaler Beschwerden.
Quelle: Halmos EP et al. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
110. Kann die Low-FODMAP-Diät Bauchschmerzen reduzieren?
Ja. Kontrollierte Studien zeigen bei einem Teil der Menschen mit Reizdarm eine Verbesserung der Gesamtsymptomatik einschließlich abdominaler Beschwerden. Die Wirkung ist jedoch individuell.
Quelle: Halmos EP et al. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
111. Kann man durch FODMAPs Bauchkrämpfe bekommen?
Ja. FODMAPs können durch osmotische Effekte und bakterielle Fermentation zu einer stärkeren Distension des Darms beitragen. Bei viszeraler Hypersensitivität kann dies Schmerzen oder Krämpfe begünstigen.
Quelle: Staudacher HM et al. Mechanisms and efficacy of dietary FODMAP restriction in IBS. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
112. Warum machen FODMAPs Blähungen?
FODMAPs werden teilweise schlecht im Dünndarm aufgenommen und gelangen in den Dickdarm. Dort werden sie von Darmbakterien fermentiert, wodurch unter anderem Gase entstehen können.
Quelle: Staudacher HM et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
113. Warum können FODMAPs Durchfall verursachen?
Schlecht absorbierte FODMAPs können Wasser in den Darm ziehen und dadurch die Stuhlkonsistenz beeinflussen. Zusätzlich kann die Fermentation die Darmaktivität verändern.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
114. Warum können FODMAPs auch Verstopfung verursachen?
Die Wirkung von FODMAPs ist individuell und hängt unter anderem vom IBS-Subtyp ab. Bei IBS-C spielen zusätzlich Darmmotilität, Ballaststoffe und Flüssigkeitszufuhr eine wichtige Rolle.
Quelle: Vasant DH et al. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
115. Sind FODMAPs grundsätzlich ungesund?
Nein. Viele FODMAP-haltige Lebensmittel sind gleichzeitig nährstoffreich und können Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Die Low-FODMAP-Diät ist eine therapeutische Strategie zur Symptomkontrolle und keine allgemeine „gesunde Ernährung“.
Quelle: Whelan K et al. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2024;9:1147–1161. PMID: 39521003
116. Sind FODMAPs schlecht für den Darm?
Nicht grundsätzlich. FODMAPs können von Darmbakterien fermentiert werden und dadurch physiologische Effekte haben; bei empfindlichen Menschen können sie jedoch Beschwerden auslösen.
Quelle: Staudacher HM et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
117. Sind FODMAPs dasselbe wie Ballaststoffe?
Nein. Einige FODMAPs besitzen Eigenschaften fermentierbarer Ballaststoffe, aber FODMAP und Ballaststoff sind keine identischen Begriffe. FODMAP bezeichnet bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate und Polyole.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
118. Sind FODMAPs dasselbe wie Zucker?
Nein. FODMAPs umfassen bestimmte Zucker, Oligosaccharide und Polyole. Nicht jeder Zucker ist deshalb automatisch ein FODMAP.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
119. Ist Fruktose immer ein FODMAP?
Nein. Fruktose wird insbesondere dann relevant, wenn sie im Verhältnis zu Glukose schlecht aufgenommen wird. Menge und Zusammensetzung des jeweiligen Lebensmittels sind entscheidend.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
120. Ist Glukose ein FODMAP?
Glukose gehört nicht zu den FODMAP-Kategorien. Sie beeinflusst jedoch die Aufnahme von Fruktose im Dünndarm und ist deshalb bei fructosehaltigen Lebensmitteln relevant.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
121. Ist Saccharose ein FODMAP?
Saccharose besteht aus Glukose und Fruktose und wird normalerweise im Dünndarm gespalten und aufgenommen. Große Mengen können trotzdem Beschwerden verursachen, ohne dass dies automatisch eine FODMAP-Unverträglichkeit bedeutet.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
122. Ist Haushaltszucker bei Low FODMAP erlaubt?
Haushaltszucker wird in üblichen kleinen Mengen nicht als typischer FODMAP eingestuft. Große Mengen können unabhängig davon gastrointestinale Beschwerden verursachen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
123. Ist Honig bei Low FODMAP erlaubt?
Honig enthält einen relativ hohen Anteil an Fruktose und kann deshalb in größeren Mengen eine relevante FODMAP-Quelle darstellen. Die Verträglichkeit hängt stark von der Portionsgröße ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
124. Ist Ahornsirup low FODMAP?
Reiner Ahornsirup kann in geeigneten kleinen Mengen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Bei Produkten mit zusätzlichen Zutaten muss die Zusammensetzung berücksichtigt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
125. Ist Agavendicksaft low FODMAP?
Agavendicksaft enthält einen hohen Anteil an Fruktose und kann deshalb insbesondere in größeren Mengen problematisch sein. Er ist während einer strengen Low-FODMAP-Phase daher meist keine günstige Alternative zu Zucker.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
126. Sind Datteln bei Low FODMAP erlaubt?
Datteln enthalten konzentrierte Mengen fermentierbarer Kohlenhydrate und können deshalb insbesondere in größeren Portionen problematisch sein. Getrocknete Früchte sollten deshalb nach Portionsgröße beurteilt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
127. Sind Rosinen low FODMAP?
Rosinen sind aufgrund der Konzentration von Kohlenhydraten portionsabhängig. Kleine Mengen können besser verträglich sein als große Portionen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
128. Sind getrocknete Früchte bei Reizdarm geeignet?
Getrocknete Früchte enthalten pro Gewichtseinheit wesentlich konzentriertere Mengen an Kohlenhydraten als viele frische Früchte. Deshalb kann bereits eine relativ kleine Portion eine relevante FODMAP-Menge liefern.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
129. Sind Äpfel high FODMAP?
Äpfel enthalten relevante Mengen an Fruktose und Sorbitol und können deshalb in üblichen Portionen problematisch sein. Die individuelle Verträglichkeit hängt unter anderem von der Portionsgröße ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
130. Sind Bananen low FODMAP?
Bananen können abhängig von Reifegrad und Portionsgröße unterschiedlich verträglich sein. Besonders sehr reife Bananen können in größeren Mengen eine höhere FODMAP-Belastung darstellen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
131. Sind Erdbeeren low FODMAP?
Erdbeeren gelten in geeigneten Portionen als FODMAP-arme Frucht. Sie können daher eine geeignete Alternative zu verschiedenen fructose- oder polyolreichen Früchten sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
132. Sind Heidelbeeren low FODMAP?
Heidelbeeren sind portionsabhängig zu beurteilen. Eine kleine Portion kann anders verträglich sein als eine große Menge.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
133. Sind Himbeeren low FODMAP?
Himbeeren können in geeigneten Mengen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Die Portionsgröße ist für die individuelle FODMAP-Belastung entscheidend.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
134. Sind Kiwi bei Reizdarm geeignet?
Kiwi kann eine geeignete Frucht im Rahmen einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Zusätzlich gibt es klinische Hinweise auf positive Effekte von Kiwi auf die Darmfunktion, insbesondere bei Verstopfung.
Quelle: Rush EC et al. Kiwifruit promotes laxation in the elderly. Asia Pac J Clin Nutr. 2002. PMID: 12492610
135. Sind Orangen low FODMAP?
Orangen können in geeigneten Portionen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Ganze Früchte sind hinsichtlich der Portionsgröße anders zu beurteilen als größere Mengen Saft.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
136. Ist Orangensaft low FODMAP?
Orangensaft ist portionsabhängig und kann bei größeren Mengen eine relevante FODMAP-Belastung darstellen. Zusätzlich wird Saft meist schneller und in größeren Mengen konsumiert als ganze Früchte.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
137. Sind Trauben low FODMAP?
Trauben können in geeigneten Portionen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Wie bei anderen Früchten sollte die Portionsgröße berücksichtigt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
138. Ist Ananas low FODMAP?
Ananas kann in geeigneten Portionsgrößen eine FODMAP-arme Obstoption sein. Sehr große Portionen sollten jedoch nicht automatisch als unbegrenzt verträglich angesehen werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
139. Ist Melone bei Reizdarm erlaubt?
Das hängt von der Melonenart und Portionsgröße ab. Verschiedene Melonenarten weisen unterschiedliche FODMAP-Profile auf.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
140. Ist Wassermelone high FODMAP?
Wassermelone kann insbesondere in größeren Portionen Beschwerden verursachen und wird deshalb während der strengen Low-FODMAP-Phase häufig eingeschränkt. Die individuelle Verträglichkeit hängt auch von der Portionsgröße ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
141. Sind Tomaten low FODMAP?
Frische Tomaten können in geeigneten Mengen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Tomatensoßen und Fertigprodukte müssen separat beurteilt werden, da beispielsweise Zwiebel oder Knoblauch enthalten sein können.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
142. Sind Gurken low FODMAP?
Gurken gelten in geeigneten Portionsgrößen als FODMAP-arm. Beschwerden nach Gurken müssen deshalb nicht zwangsläufig durch FODMAPs verursacht sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
143. Sind Karotten low FODMAP?
Karotten gelten in üblichen Portionsgrößen als FODMAP-arm. Sie können sowohl roh als auch gegart Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
144. Sind Zucchini low FODMAP?
Zucchini können in geeigneten Portionen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Bei größeren Mengen kann sich die FODMAP-Belastung verändern.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
145. Ist Brokkoli bei Reizdarm erlaubt?
Brokkoli kann portionsabhängig Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Dabei können sich die FODMAP-Gehalte verschiedener Pflanzenteile unterscheiden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
146. Ist Blumenkohl high FODMAP?
Blumenkohl kann aufgrund seines Mannitolgehalts insbesondere in größeren Portionen problematisch sein. Kleinere Mengen können individuell besser verträglich sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
147. Ist Spinat low FODMAP?
Spinat gilt in geeigneten Mengen als FODMAP-arm. Beschwerden nach Spinat können deshalb auch andere Ursachen haben.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
148. Sind Zwiebeln high FODMAP?
Zwiebeln gehören zu den besonders relevanten FODMAP-Quellen und enthalten vor allem Fruktane. Bereits relativ kleine Mengen können bei empfindlichen Menschen Beschwerden auslösen.
Quelle: Gibson PR, Shepherd SJ. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
149. Ist Knoblauch high FODMAP?
Knoblauch ist reich an Fruktanen und deshalb während einer strengen Low-FODMAP-Phase meist problematisch. Knoblauch-infused Öl kann dagegen eine Möglichkeit sein, Knoblaucharoma zu nutzen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
150. Sind Frühlingszwiebeln low FODMAP?
Die grünen Teile von Frühlingszwiebeln können häufig besser in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden als die weißen Teile. Die genaue Portionsgröße sollte berücksichtigt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
151. Sind Kartoffeln low FODMAP?
Kartoffeln gelten grundsätzlich als FODMAP-arme Beilage. Wenn Kartoffeln Beschwerden verursachen, können beispielsweise Portionsgröße, Zubereitung oder andere Bestandteile der Mahlzeit verantwortlich sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
152. Ist Süßkartoffel low FODMAP?
Süßkartoffeln sind stark portionsabhängig. Kleinere Mengen können geeignet sein, während größere Portionen aufgrund des Mannitolgehalts problematischer werden können.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
153. Ist Reis low FODMAP?
Reis gilt in üblichen Portionsgrößen als FODMAP-arm und ist deshalb eine häufig verwendete Beilage während der Eliminationsphase. Verarbeitete Reisprodukte sollten separat beurteilt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
154. Ist Hafer low FODMAP?
Hafer kann in geeigneten Portionen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Die Verträglichkeit hängt unter anderem von Menge und Produktform ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
155. Ist Hafermilch low FODMAP?
Hafermilch ist nicht automatisch low FODMAP. Rezeptur, Haferanteil, Portionsgröße und zusätzliche Zutaten wie Inulin können die FODMAP-Belastung beeinflussen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
156. Ist Mandelmilch low FODMAP?
Mandelgetränke können in geeigneten Portionen FODMAP-arm sein. Die tatsächliche Bewertung hängt unter anderem von der verwendeten Mandelmenge und weiteren Zutaten ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
157. Ist Sojamilch low FODMAP?
Sojadrinks sind nicht alle gleich zu bewerten. Produkte aus Sojaprotein können sich hinsichtlich ihres FODMAP-Gehalts von Getränken aus ganzen Sojabohnen unterscheiden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
158. Ist Kokosmilch low FODMAP?
Kokosprodukte unterscheiden sich hinsichtlich Konzentration und Portionsgröße. Kokosmilch, Kokosdrink und Kokoscreme sollten deshalb nicht pauschal gleich bewertet werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
159. Ist laktosefreie Milch low FODMAP?
Laktosefreie Milch kann eine geeignete Alternative zu normaler Milch sein, weil die Laktose bereits in kleinere Zucker aufgespalten wurde. Sie ist jedoch nicht automatisch für jeden Menschen mit Milchbeschwerden geeignet.
Quelle: Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
160. Ist Käse low FODMAP?
Viele gereifte Hart- und Schnittkäse enthalten nur geringe Mengen Laktose und können deshalb low FODMAP sein. Frischkäse und andere milchzuckerreichere Produkte müssen dagegen gesondert betrachtet werden.
Quelle: Misselwitz B et al. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
161. Ist Joghurt low FODMAP?
Normaler Joghurt kann aufgrund seines Laktosegehalts in üblichen Portionen problematisch sein. Laktosefreier Joghurt kann eine geeignete Alternative darstellen.
Quelle: Misselwitz B et al. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
162. Ist Eiscreme high FODMAP?
Normale Milcheiscreme kann aufgrund von Laktose problematisch sein. Zusätzlich können Zuckeralkohole, Inulin oder fructosehaltige Zutaten den FODMAP-Gehalt erhöhen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
163. Ist Schokolade low FODMAP?
Schokolade kann portionsabhängig Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Milchbestandteile, Zuckeralkohole, Inulin und die Portionsgröße können die Verträglichkeit beeinflussen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
164. Ist Kakao low FODMAP?
Ungesüßtes Kakaopulver kann in geeigneten Mengen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Fertige Kakaogetränke müssen wegen Milch, Zucker und weiterer Zutaten separat bewertet werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
165. Ist Kaffee low FODMAP?
Schwarzer Kaffee enthält selbst keine relevanten Mengen typischer FODMAPs. Kaffee kann bei Reizdarm trotzdem Beschwerden auslösen, beispielsweise durch Koffein oder eine verstärkte Darmmotilität.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
166. Ist Tee low FODMAP?
Viele ungesüßte Tees sind grundsätzlich FODMAP-arm. Problematisch können zugesetzte Fruchtbestandteile, Honig, Milch oder andere Zutaten sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
167. Ist grüner Tee bei Reizdarm erlaubt?
Ungesüßter grüner Tee ist normalerweise keine bedeutende FODMAP-Quelle. Koffein kann bei einzelnen Menschen mit Reizdarm dennoch Beschwerden oder eine verstärkte Darmaktivität verursachen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
168. Ist Alkohol bei Low FODMAP erlaubt?
Alkohol ist nicht automatisch gleichbedeutend mit high FODMAP. Die Verträglichkeit hängt von Getränk, Menge und weiteren Bestandteilen ab; zusätzlich kann Alkohol unabhängig von FODMAPs gastrointestinale Beschwerden verstärken.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
169. Ist Bier high FODMAP?
Bier kann je nach Sorte und Menge unterschiedlich bewertet werden. Zusätzlich können Kohlensäure und Alkohol selbst Blähungen oder andere Beschwerden verstärken.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
170. Ist Rotwein low FODMAP?
Wein enthält in üblichen Mengen nicht zwangsläufig große FODMAP-Mengen. Trotzdem können Alkohol und weitere Inhaltsstoffe bei empfindlichen Menschen Symptome auslösen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
171. Sind Nüsse bei Low FODMAP erlaubt?
Nicht alle Nüsse sind gleich. Einige Nüsse können in kleinen Portionen geeignet sein, während beispielsweise Cashews und Pistazien häufiger problematisch sind.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
172. Sind Mandeln low FODMAP?
Mandeln können in kleinen Portionen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Mit steigender Portionsgröße nimmt jedoch die FODMAP-Belastung insbesondere durch GOS zu.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
173. Sind Cashews high FODMAP?
Cashews gelten in üblichen Portionen als FODMAP-reich und enthalten insbesondere GOS. Während der strengen Eliminationsphase werden sie deshalb häufig eingeschränkt.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
174. Sind Pistazien high FODMAP?
Pistazien sind in üblichen Portionen eine relevante Quelle für GOS und Fruktane. Deshalb sind sie während der strengen Low-FODMAP-Phase meist keine günstige Nuss.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
175. Sind Erdnüsse low FODMAP?
Erdnüsse können in geeigneten Mengen Bestandteil einer Low-FODMAP-Ernährung sein. Erdnussbutter sollte hinsichtlich Zutaten und Portionsgröße separat betrachtet werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
176. Sind Walnüsse low FODMAP?
Walnüsse können in geeigneten Portionsgrößen in eine Low-FODMAP-Ernährung integriert werden. Eine sehr große Portion ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit guter Verträglichkeit.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
177. Sind Hülsenfrüchte bei Low FODMAP verboten?
Nein. Hülsenfrüchte enthalten häufig GOS, aber ihre Verträglichkeit hängt stark von Art, Zubereitung und Portion ab. Konservierte und abgespülte Produkte können teilweise besser verträglich sein.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
178. Sind Kichererbsen low FODMAP?
Kichererbsen sind portionsabhängig. Konservierte, gut abgespülte Kichererbsen können in geeigneten Mengen besser in eine Low-FODMAP-Ernährung passen als große Mengen getrockneter Hülsenfrüchte.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
179. Sind Linsen low FODMAP?
Auch Linsen sind stark portions- und zubereitungsabhängig. Bestimmte Mengen gekochter oder konservierter Linsen können besser verträglich sein als große Portionen getrockneter Linsen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
180. Sind Bohnen high FODMAP?
Viele getrocknete Bohnen enthalten relevante Mengen an GOS und können deshalb Beschwerden verursachen. Die FODMAP-Belastung unterscheidet sich jedoch je nach Bohnensorte, Zubereitung und Portion.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
181. Ist Tofu low FODMAP?
Fester Tofu kann aufgrund der Verarbeitung und des Abtropfens deutlich weniger wasserlösliche FODMAPs enthalten als ganze Sojabohnen. Die konkrete Bewertung hängt vom Produkt und der Portionsgröße ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
182. Ist Tempeh low FODMAP?
Tempeh kann aufgrund der Fermentation anders verträglich sein als unverarbeitete Sojabohnen. Dennoch sollten Produkt und Portionsgröße berücksichtigt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
183. Ist Seitan low FODMAP?
Seitan besteht überwiegend aus Weizengluten und ist deshalb nicht mit einem glutenfreien Produkt gleichzusetzen. Sein FODMAP-Gehalt hängt zusätzlich von Rezeptur und Verarbeitung ab.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
184. Ist eine vegane Low-FODMAP-Ernährung möglich?
Ja. Eine vegane Low-FODMAP-Ernährung ist grundsätzlich möglich, erfordert aber besondere Aufmerksamkeit bei Proteinquellen, Hülsenfrüchten und angereicherten Ersatzprodukten. Bei längerfristiger Durchführung kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein.
Quelle: Whelan K et al. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2024;9:1147–1161. PMID: 39521003
185. Ist eine vegetarische Low-FODMAP-Ernährung möglich?
Ja. Milchprodukte, Eier und verschiedene pflanzliche Proteinquellen können individuell kombiniert werden. Besonders bei Hülsenfrüchten sollte die Portionsgröße berücksichtigt werden.
Quelle: Whelan K et al. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2024;9:1147–1161. PMID: 39521003
186. Ist glutenfrei automatisch low FODMAP?
Nein. Gluten und FODMAPs sind unterschiedliche Konzepte. Glutenfreie Produkte können beispielsweise Inulin, Zuckeralkohole oder andere FODMAPs enthalten.
Quelle: Staudacher HM, Gibson PR. Traditional Dietary Advice, Low FODMAP Diet, or Gluten-Free Diet for IBS: Growing Understanding but Uncertainties Remain. Clin Gastroenterol Hepatol. 2023;21:1119–1120. PMID: 35820562
187. Ist Dinkel low FODMAP?
Dinkelprodukte können je nach Produkt und Herstellungsverfahren unterschiedliche FODMAP-Gehalte aufweisen. Dinkel kann deshalb nicht unabhängig von Verarbeitung und Portion pauschal als low FODMAP bezeichnet werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
188. Ist Sauerteigbrot low FODMAP?
Durch Fermentation können bestimmte Fruktane reduziert werden, sodass manche Sauerteigbrote besser verträglich sein können. Nicht jedes Sauerteigbrot ist jedoch automatisch low FODMAP.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
189. Ist Vollkornbrot bei Reizdarm erlaubt?
Vollkornprodukte können wertvolle Ballaststoffe liefern, enthalten aber je nach Getreide relevante FODMAP-Mengen. Bei Reizdarm sollten deshalb Getreideart, Produkt und Portionsgröße berücksichtigt werden.
Quelle: Whelan K et al. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2024;9:1147–1161. PMID: 39521003
190. Sind glutenfreie Nudeln low FODMAP?
Glutenfreie Nudeln sind nicht automatisch low FODMAP. Reis- oder Maisnudeln können geeignet sein, während Produkte aus Hülsenfrüchten oder mit Inulin anders bewertet werden müssen.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
191. Kann man bei Low FODMAP Brot essen?
Ja. Es gibt verschiedene Brotsorten, die abhängig von Getreide, Herstellung und Portionsgröße geeignet sein können. Besonders bestimmte Sauerteig- und glutenfreie Produkte können eingesetzt werden.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
192. Kann man bei Low FODMAP Pasta essen?
Ja. Reis-, Mais- und bestimmte Weizenpasta-Produkte können je nach Portion und Produkt in die Ernährung integriert werden. Entscheidend sind Zusammensetzung und Menge.
Quelle: Storr, M, Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät, Zuckschwerdt Verlag.
193. Kann eine Low-FODMAP-Diät das Mikrobiom verändern?
Ja. Studien zeigen, dass eine Low-FODMAP-Diät die Zusammensetzung beziehungsweise bestimmte bakterielle Gruppen des Darmmikrobioms verändern kann. Dies ist ein Grund dafür, die Diät nach der Eliminationsphase zu personalisieren.
Quelle: So D et al. Effects of a low FODMAP diet on the colonic microbiome in irritable bowel syndrome: a systematic review with meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2022;116:943–952. PMID: 35728042
194. Sind FODMAPs wichtig für das Mikrobiom?
FODMAPs können von Darmbakterien fermentiert werden und damit als Substrat für bakterielle Stoffwechselprozesse dienen. Deshalb ist eine dauerhafte maximale Einschränkung nicht das eigentliche Ziel der FODMAP-Diät.
Quelle: Staudacher HM et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
195. Können FODMAPs die Darmbakterien „füttern“?
Ja. Fermentierbare Kohlenhydrate können von Darmmikroorganismen als Substrat genutzt werden und zur Bildung bakterieller Stoffwechselprodukte beitragen. Deshalb sollte nach einer erfolgreichen Eliminationsphase eine individuelle Erweiterung der Ernährung erfolgen.
Quelle: Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
196. Kann eine Low-FODMAP-Diät zu Ballaststoffmangel führen?
Eine schlecht geplante Low-FODMAP-Diät kann die Ballaststoffzufuhr reduzieren, insbesondere wenn gleichzeitig viele Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst- und Gemüsesorten vermieden werden. Eine abwechslungsreiche Auswahl geeigneter ballaststoffreicher Lebensmittel kann diesem Problem entgegenwirken.
Quelle: Staudacher HM. Nutritional, microbiological and psychosocial implications of the low FODMAP diet. J Gastroenterol Hepatol. 2017;32 Suppl 1:16–19. PMID: 28244658
197. Kann eine Low-FODMAP-Diät zu Nährstoffmangel führen?
Bei kurzfristiger und gut geplanter Durchführung ist eine ausreichende Nährstoffversorgung grundsätzlich möglich. Eine langfristig sehr restriktive Ernährung kann jedoch Lebensmittelvielfalt und Nährstoffzufuhr beeinträchtigen.
Quelle: Staudacher HM et al. Nutrient Intake, Diet Quality, and Diet Diversity in Irritable Bowel Syndrome and the Impact of the Low FODMAP Diet. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
198. Muss man während der Low-FODMAP-Diät Vitamine einnehmen?
Nein, eine routinemäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht automatisch erforderlich. Entscheidend sind die individuelle Ernährung und mögliche nachgewiesene Nährstoffdefizite.
Quelle: Staudacher HM et al. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
199. Kann die Low-FODMAP-Diät dauerhaft gemacht werden?
Eine langfristig maximal restriktive Low-FODMAP-Ernährung wird normalerweise nicht angestrebt. Nach der Eliminationsphase sollte die individuelle Toleranz gegenüber verschiedenen FODMAP-Gruppen getestet werden.
Quelle: Whelan K et al. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
200. Was ist das eigentliche Ziel der Low-FODMAP-Diät?
Das Ziel ist nicht, möglichst wenige Lebensmittel zu essen, sondern die individuelle FODMAP-Toleranz zu ermitteln und Beschwerden zu kontrollieren. Nach einer initialen Reduktion sollten verträgliche Lebensmittel und FODMAP-Mengen schrittweise wieder in die Ernährung aufgenommen werden.
Quelle: Whelan K et al. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
Verwendete PubMed-Quellen
Halmos EP, Power VA, Shepherd SJ, Gibson PR, Muir JG. A diet low in FODMAPs reduces symptoms of irritable bowel syndrome. Gastroenterology. 2014;146:67–75.e5. PMID: 24076059
Gibson PR, Shepherd SJ. Food choice as a key management strategy for functional gastrointestinal symptoms. Am J Gastroenterol. 2012;107:657–666. PMID: 22488077
Gibson PR, Shepherd SJ. Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach. J Gastroenterol Hepatol. 2010;25:252–258. PMID: 20136989
Staudacher HM, Irving PM, Lomer MCE, Whelan K. Mechanisms and efficacy of dietary FODMAP restriction in IBS. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11:256–266. PMID: 24445613
Staudacher HM, Whelan K. The low FODMAP diet: recent advances in understanding its mechanisms and efficacy in IBS. Gut. 2017;66:1517–1527. PMID: 28592442
Whelan K, Martin LD, Staudacher HM, Lomer MCE. The low FODMAP diet in the management of irritable bowel syndrome: an evidence-based review of FODMAP restriction, reintroduction and personalisation in clinical practice. J Hum Nutr Diet. 2018;31:239–255. PMID: 29336079
Whelan K, Ford AC, Burton-Murray H, Staudacher HM. Dietary management of irritable bowel syndrome: considerations, challenges, and solutions. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2024;9:1147–1161. PMID: 39521003
Vasant DH et al. British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut. 2021;70:1214–1240. PMID: 33903147
Misselwitz B et al. Update on lactose malabsorption and intolerance. Gut. 2019;68:2080–2091. PMID: 31562274
So D, Loughman A, Staudacher HM. Effects of a low FODMAP diet on the colonic microbiome in irritable bowel syndrome: a systematic review with meta-analysis. Am J Clin Nutr. 2022;116:943–952. PMID: 35728042
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Staudacher HM et al. Nutrient Intake, Diet Quality, and Diet Diversity in Irritable Bowel Syndrome and the Impact of the Low FODMAP Diet. J Acad Nutr Diet. 2020;120:535–547. PMID: 31029650
Rush EC et al. Kiwifruit promotes laxation in the elderly. Asia Pac J Clin Nutr. PMID: 12492610
Storr, M. Der Ernährungsratgeber zur FODMAP-Diät. Zuckschwerdt Verlag.
Ausführliche Informationen zur Low FODMAP-Diät, bei Verdauungsbeschwerden und Reizdarmsyndrom finden sich auf der Low FODMAP-Hauptseite.
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Hallo,
in vielen Rezepten steht z.B. laktosefreier Joghurt. Warum sollen Milchprodukte latosefrei sein?
Laktose ist ein FODMAP und wird bei der FODMAP Diät reduziert.
Beantwortet durch Blogteam
Hallo liebe community,
Wie sieht es aus mit glutenfreien nudeln? Kann man die üblichen varianten von schär oder barilla verwenden? Wie steht es mit nudeln aus linsen-, Kichererbsen-, erbsen- oder bärlauchmehl?
Liebe Grüße!
Bitte in den Tabellen mit FODMAP armen Lebensmitteln oder im FODMAP-Kompass nachschlagen.
FODMAP Team
Hallo, fange gerade erst an, mich damit zu beschäftigen und habe direkt einige Fragen: ich nehme Lactisol liquid, um alle Bereiche meines Verdauungstraktes zu unterstützen und die Enzymtätigkeit anzuregen: geht das weiterhin im Rahmen einer Foodmap Diät?
Dann wollte ich noch wissen, wie es um die Ballaststoffe gestellt ist: ich leide seit 20 Jahren an Verstopfung und Blähbauch und befürchte nun, dass die Verstopfung durch zu wenig Ballaststoffe schlimmer wird. Ich nehme regelmäßig entweder Gerstengraspulver (in Selleriesaft) oder ein Ballastoffpulver aus Mais – erlaubt?
Und welche Kraütertees außer Pfefferminze sind erlaubt? kamille? Hibiskus?
Über eine Antwort würde ich mich freuen,
viele Grüße
J. Voelker
Bitte in den Tabellen mit FODMAP armen Lebensmitteln oder im Ernährungsratgeber zur FODMAP Diät nachschlagen.
FODMAP Team
Guten Tag,
mein Arzt hat mir aufgrund meiner Beschwerden (Durchfall und Blähungen) die Fodmap Diät empfohlen. Diese mache ich nun seit 5 Tagen, kann aber noch keine wirkliche Besserung fest stellen. Ist das normal oder deutet dies daraufhin, dass die Diät bei mir nicht funktioniert? Kann es auch sein dass eine Beschwerdefreiheit erst nach zum Beispiel 2 Wochen erfolgt? Meiner Meinung nach müsste ich ja schon nach wenigen Tagen etwas merken, da ich mich sehr streng Fodmaparm ernähre und somit ja eigentlich die Auslöser eliminiert sein müssten. Oder sehe ich das falsch?
Vielen Dank
Julia
Individuelle medizinische Fragen können wir im Rahmen eines anonymen Blogs leider nicht beantworten.
Bitte an den Hausarzt wenden.
FODMAP Team
Hallo,
wie sieht es denn mit alkoholfreien Bier aus?
Und ist angegeben man soll nur ein Glas Bier oder Wein trinken aufgrund des FODMAP Gehaltes oder weil Alkohol grundsätzlich schlecht für den Magen ist?
Liebe Grüße
Lisa
Alkoholfreies Bier ist wie Bier zu bewerten es wird ja nur der Alkohol entfernt, die FODMAP BEstandteile bleiben
FODMAP Team
Guten Morgen
Ich habe eine Frage bezüglich den Konzentraten. Wie verhält es sich zum Beispiel mit Zitronensaftkonzentrat oder Tomatenkonzentrat (Tomatenpüre)? Orangensaft? Danke viel mal für Ihre Hilfe!
Bitte in den FODMAP Tabellen oder im FODMAP-Kompass nachschlagen.
FODMAP Team
Guten Tag,
wieso wird Invertzuckersirup mit hohen FODMAP-Werten eingestuft, wohingegen Haushaltszucker (Saccharose) in der Gruppe der Nahrungsmittel mit niedrigen FODMAP-Werten zu finden ist?
Das Saccharose-Molekül wird im Darm in je ein Molekül Glucose und Fructose aufgespalten. Dieses 1:1-Verhältnis von Glucose zu Fructose verbessert die Resorption der Fructose und rechtfertigt die Einstufung der Saccharose in die Gruppe mit niedrigen FODMAP-Werten.
Meines Wissens wird Invertzucker durch hydrolytische Spaltung des Saccharose-Moleküls in je ein Molekül Glucose und Fructose erzeugt, d.h. auch beim Invertzucker findet man das günstige 1:1-Verhältnis von Glucose zu Fructose. Der einzige für mich erkennbare Unterschied liegt darin, dass der eine Spaltungsprozess innerhalb des menschlichen Körpers stattfindet, der andere aber außerhalb.
Ich wäre dankbar, wenn Sie mir die unterschiedliche FODMAP-Einstufung erklären würden.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Z.
Hallo Peter,
Echter Invertzucker entspricht Glucose:Fructose 1:1, aber hier liegt ein höherer Anteil hygroscopisch vor. Die Begriffe Invertzucker, FGS, HFCS… werden von den Herstellern unscharf verwendet, so dass isch oft ein erhöhter Fruktose-Anteil versteckt.
Liebe Grüße
FODMAP-Team
Hallo,
Ich habe 2 Fragen bezüglich der fodmap Diät und wäre Ihnen sehr Dankbar für Ihre Hilfe!
Ich leide jetzt schon seit mehreren Jahren an Bauchschmerzen und da organisch nichts festgestellt wurde und ich auch an keiner Intoleranz leide würde mir nach einer Darmflora Untersuchung die Fodmap Diät empfohlen.
Ich habe die die erste Phase der Diät 8 Wochen durchgeführt und befinde mich jetzt in der Wiedereinführungsphase.
Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass die Diät hilft, ich hatte zwar trotzdem noch mindestens einmal die Woche Bauchschmerzen, diese sind aber schneller wieder weggegangen.
Ich habe mich sehr genau an die Diät gehalten und sogar Lebensmittel wie Dinkel oder Avocado, die ja in bestimmten Mengen als fodmap arm gelten, weggelassen.
Mittlerweile befinde ich mich in der Wiedereinführungsphase und habe schon Fructose, Lactose, Gluten, in Form von Dinkel, und Avocado getestet. Im allgemeinen würde ich sagen, dass ich alle gut vertragen habe, allerdings hatte ich dennoch in den Tagen wo man wieder streng Diät führt, bevor man ein neues fodmap testet, immer Mal wieder Bauchschmerzen. Ich habe dann immer gewartet bis ich drei Tage ohne Symptome war und erst dann das nächste Lebensmittel getestet.
Diese Woche habe ich Zwiebel getestet, ich habe ca. 1/6 einer Zwiebel in meiner Suppe gekocht und trotzdem hatte ich am nächsten Tag starke Schmerzen wie schon lange nicht mehr, die bis zum folgenden Tag angehalten haben.
Meine Frage ist nun kann es sein, dass so ein bisschen Zwiebel schon zu so starken Symptome führen kann, zumal ich vor der Diät nicht immer Bauchschmerzen hatte nachdem ich Zwiebel gegessen hatte.
Und meine zweite Frage ist, ob die Diät wirklich sinnvoll ist, wenn zwar allgemein, eine Besserung auftritt sich jedoch nicht wirklich ein Zusammenhang zwischen bestimmten fodmaps und den weiterhin bestehnden Beschwerden feststellen lässt?
Ich wäre Ihnen sehr Dankbar für eine Antwort, da ich echt nicht mehr weiter weiß.
Hallo Jenny,
schön zu hören dass Ihnen die FODMAP Diät hilft. Etwas Restbeschwerden sind nicht unüblich, dar Darm wird sich immer melden. Deutlich besser ist das Ziel und das haben Sie erreicht. Die Beschwerden lassen sich nicht immer auf einzelne Lebensmittel zurückführen, das beschreiben sie sehr schön und das ist sehr typisch. Deswegen wurden pauschalere Diäten wie die FODMAP entwickelt und das funktioniert ja akzeptabel.
In der tat, manche Lebensmittel lassen sich nicht wieder einführen und werden auch in geringsten Mengen nicht vertragen. Das ist bei Zwiebel und Knoblauch sehr häufig.
Herzliche Grüße
FODMAP-Team
Hallo zusammen,
wie erkenne ich ob ein Ahornsirup HFCS enthält? Wäre beispielsweise das Produkt von Alnatura ein low Fodmap Produkt?
Gibt es außerdem Erfahrungsberichte zu der alpro-Sojamilch/Mandelmilch/Hafermilch? Soweit ich das verstanden habe besteht die Sojamilch aus geschälten Sojabohnen (= Sojaprotein also low FODMAP?!) ist allerdings laut Produktinfo gesüßt mit Fruktose und Glukose. Die ungesüßten Varianten (Ungesüßte Sojamilch, ungesüßte Mandelmilch, ungesüßter Haferdrink) müssten ja eigentlich d’accord gehen, oder? Bei der ungesüßten Sojamilch von Alnatura steht in der Produktinfo „Sojabohnen“ und nicht explizit „geschälte Sojabohnen“ – also wäre diese Sojamilch nicht low FODMAP?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
Mit Besten Grüßen,
C.
Hallo Corinna,
Wenn HFCS zugesetzt wird, dann muss dies in den Angaben erscheinen. Reinem Ahornsirup sollte aber nichts zugesetzt sein, dieser wird lediglich eingedickt.
Zu Sojamilch und anderen findest du Antworten im Blog, dies wurde schon in verschiedensten Kommentaren diskutiert.
Z.B. hier:
https://www.fodmap-info.de/warme-getraenke/
Herzliche Grüsse
Fodmap Team
Sind alle Fischsorten FODMAP-arm? Ich habe den Eindruck, dass z.B. Lachs (geräuchert) und auch Thunfisch schwer verträglich ist.
FODMAP bewertet die Zusammensetzung der Lebensmittel, Fische sind FODMAP arm.
Die Zubereitung und die verwendeten Würzmischungen verursachen aber unabhängig vom FODMAP Gehalt in manchen individuelle Unverträglichkeiten.
Hallo!
Wie verhält es sich mit Hagebuttenschalen?
Ich nehme davon täglich einen Teelöffel ein.
Viele Grüße
Hallo Sabine,
da gibt es viele verschiedene Anbieter, keines der Präparate ist bisher bewertet.
Prinzipiell am ehesten ähnlich wie getrocknete Früchte einzuschätzen: FODMAP reich.
Herzliche Grüße
Fodmap Team
Liebe Redaktion,
könnten sie mir ein paar Tipps für das Frühstück geben? Ich mache gerade eine FODMAP Diät für 6 Wochen und habe Morgens immer Haferflocken mit Sojamilch (oder Joghurt) oder Dinkelbrot mit Avocado gegessen. Ich orientiere mich an einem Leifaden einer NDR Sendung zum Thema FODMAP . Nun habe ich bei Ihnen die durchaus kritische Betrachtungsweise von Sojamilch(bei der NDR Liste wird sie erlaubt und so dachte ich es wäre auch der Joghurt ok), je nach Herstellungsweise, die wir als Verbraucher ja schwer nachvollziehen können. Wäre Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch besser? Was kann ich noch aufs Brot nehmen, denn Avocado war bei Ihnen max. 1/4 angegeben. Ich bin außerdem Vegetarierin. Ich weiß man sollte dann eine Ernährungsberatung aufsuchen, aber es gibt in meiner Stadt niemanden der sich auf FODMAP spezialisiert hat. Und das individuelle Austesten wieviel man von etwas vertragen kann sollte ja auch erst nach einer strengen FODMAP Diät erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen Frau Lege
Liebe Frau Lege,
Frühstück ist gerade für Brotesser schwierig.
Aus diesem Grund gibt es im Ratgeber FODMAP-Plan nochmals zusätzliche Frühstücksideen. Lassen Sie sich inspirieren und probieren Sie etwas neues. Gerade für Vegetarier ist das ganz wichtig.
Es grüßt Sie herzlich Ihr FODMAP Team.
Hallo,
Ich bin auf der Suche nach einer Gemüsebrühe.
Ist es schlimm, wenn Hefeextrakt enthalten ist?
Ich bin auf die körnige Würze von Frugola gestoßen, da hier keine Zwiebeln enthalten sind.
Viele Grüße
Liebe Michelle,
was die FODMAP-Diät angeht, ist Hefe kein Problem. Wenn Sie die Gemüsebrühe gut vertragen, ist alles paletti. Allerdings würden wir in der strengen FODMAP-Phase vorschlagen, dass Sie in diesen Wochen keine fertige Gemüsebrühe verwenden, sondern mit frischen Gewürzen und Kräutern arbeiten, sodass Sie eine bessere Kontrolle über die Inhaltsstoffe haben.
Mit besten Grüßen
Ihre FODMAPler
Sehr geehrter Herr Storr,
kann sich die fodmap diät auf das Gewicht auswirken? Nach jahrelangen Problemen mit dem Darm habe ich im Sommer das Antibiotikum Colidimin verschrieben bekommen. Es wirkte gut – aber der ständige Durchfall kam danach wieder. Dann hat mir der Arzt Flohsamenschalen und die fodmap diät empfohlen. Diagnose ist jetzt Reizdarm (funktionelle Störung und Verdacht auch Bakterienüberwucherung im Dünndarm). Seit 3 Wochen mache ich jetzt die Diät und der Durchfall ist weg – endlich eine normale Verdauung. Nur kommt es mir vor wie wenn mein Körper jetzt alles bunkert und der SToffwechsel gleich null ist. seit der Antibiotikumtherapie habe ich 5 kg zugenommen. Trotz momentaner Diät (kein Zucker etc) und wie immer viel Sport nehme ich weiter zu. ist das normal? was kann ich tun, um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln und mein Wohlfühlgewicht zu erreichen?
Vielen Dank!
Liebe Blogleserin, Lieber Blogleser,
Konkrete medizinische Beratung darf in Deutschland nicht ohne Arztkontakt erfolgen.
Daher sind wir angehalten auf einen direkten Arztkontakt zu verweisen.
Herzliche Grüße
Ihr FODMAP Team
Hallo,
ich esse gern Gekeimtes , z.B. rote oder gelbe Linsen, Mungbohnen, Sonnenblumenkerne. Sind sie zu empfehlen aus der Fodmap-Sicht oder eher nicht?
Gisela Fröbisch
Liebe Gisela,
solange Sie keine Beschwerden haben! Bei den FODMAPs geht es nicht um gesund oder ungesund, sondern lediglich um verträglich oder unverträglich. Wenn Sie Gekeimtes lieben und vertragen, dann ist alles wunderbar! Ein Tipp, der nichts mit FODMAPs zu tun hat: die Keimlinge peinlich genau waschen und im Zweifelsfall, wenn sie lange gelegen haben, nicht mehr verzehren wegen der Keime, die sich schnell bilden!
Beste Grüße
Ihre FODMAPler
Guten Tag, ich habe zum Buch bzw. zu den Ernährungsratschlägen noch ein paar Fragen:
– Kaffee: geht auch Kaffee aus einem Vollautomaten, der dann zwar frisch gemahlen aber nicht gefiltert ist? In manchen Quellen liest man auch, der Kaffee müsse entcoffeiniert sein?
– habe mehrere Wochen nur Haferschleim und Gekochtes (Reis, Kartoffeln, Möhren, Zucchini) gegessen. Würde gerne etwas Rohkost mit dazunehmen. Habe schon gelesen, dass man das abends besser weglassen sollte. Gibt es Erfahrungen, mit welchen Mengen ich am besten anfange? z.B. Möhren, Tomaten, Gurke, Salat
– es wird angegeben, 1 Glas Bier (Gerste) wäre verträglich. Welche Menge ist gemeint? 0,2 l oder 0,3 Liter? Meine konkret Guinness aus Gerste und ohne Kohlensäure. Generell wären manchmal Mengenangaben hilfreich.
– was ist mit alkoholfreiem Bier? Geht vermutlich wegen der Kohlensäure nicht? Mag keine süßen Getränke und keinen Tee und suche Alternativen, kann kein Wasser mehr sehen.
– gibt es bei der Zubereitung von Fleisch Erfahrungen? Wir nutzen z.B. auch ein Heißluftgerät beispielsweise für Bratwurst. ???
– wie sieht es mit Brühe (Pulver) aus? Ich vermute meine Bio-Gemüsebrühe darf ich nicht verwenden, da dort u.a. Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Palmöl enthalten ist. Wie sieht es aber mit der Rindfleischbrühe aus, die als weitere Zutaten nur Glukosesirup, Karamellzucker und Zwiebel enthält? Ist das die Zwiebel auch schon zuviel?
– gibt es im Internet noch weitere empfehlenswerte Rezepte?
Ich bedanke mich vorab ganz herzlich!
Vielen Dank für die Unterstützung durch das Buch, die Listen und die Internetseite!
Viele Grüße
Barbara
Sehr geehrter Herr Storr, ich mache zur Zeit eine Bio chlorellaalgenkur. Nun habe ich gelesen,dass zu viel Protein nicht gut ist, chlorella aber viel Protein hat. Wie ist Ihre Meinung dazu? Mit freundlichen Grüßen Petra
Liebe Petra,
leider sind uns zu Chlorella in Zusammenhang mit der FODMAP-Diät keine Testergebnisse bekannt. Meeresalgen wie Nori und Wakame wurden als FODMAP-arm getestet, vermutlich gilt dies auch für Chlorella. Wir empfehlen eine ausgewogene Ernährung mit Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie zu viel Protein zu sich nehmen, sollten Sie vielleicht eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, die sich ein konkretes Bild von Ihrer Ernährungsweise machen kann.
Mit freundlichen Grüßen von Ihrer FODMAP-Info-Redaktion
Sehr geehrter Herr Storr,
dass ich einen besonders feinen Magen habe, habe ich schon längst gewusst – den Fastfod von Mc Donalds und co habe ich noch nie wirklich gut vertragen. Und ich habe selbst auch stets gerne gekocht, am liebsten etwas mit Kartoffeln und Karotten.
Letztes Jahr im Sommer bin ich wegen Zeitmangels leider kaum zum kochen gekommen und habe mich größtenteils von belegten Broten ernährt. Mir ist mit der Zeit dabei aufgefallen, dass ich Probleme mit meiner Verdauung habe, insbesonderte das häufige „groß“ müssen.
Ich habe natürlich in meinem Umkreis diverse Ratchläge erhalten. Einer davon war Weizen wegzulassen und nur Dinkelbrot zu kaufen, danach – glutenfrei zu essen. Die Beschwerden haben sich verringert, jedoch sind nicht weggegangen. Paralell dazu habe ich auch noch einen Arzt aufgesucht.
Der Arzt hat eine Reihe von Untersuchungen unternommen, eine (glaube ich letzte) Untersuchung – Darmspiegelung steht noch an. Bei der letzten Unterschunung (Atmtest) ist es rausgekommen, dass ich eine Laktoseintoleranz habe. Dies hat mich sehr verwundert, erklärt aber gut, warum ich diverse Dinkelerzeugnisse nicht vertragen habe (da ist Milchpulver drin!).
Ich habe dem Arzt gesagt, dass doch meine Beschwerden nicht auf ein bisschen Laktoseintoleranz zurückzuführen wären, zumal ich mich sehr vielseitig ernähre. Er meinte dazu – vermutlich sei es Reizdarm.
Dann habe ich angefangen nachzuforschen, und mir sind Ihre Bücher „Reizdarmsyndrom“ und „FODMAP-Diät“ in die Hände gekommen. Diese Bücher haben mir echt geholfen, indem ich nochmal über die Notwendigkeit der stattgefundenen Untersuchungen nachgelesen haben.
Zudem habe ich mit einer FODMAP-Diät angefangen. Plötzlich sah ich den Zusammenhang, warum es mir nach dem Verzehr des doch so gesunden getrockneten Aprikosen oder einem Rote Beete-Karotten-Apfel Salat nicht gut ging. Dank dieser Ernährung kann ich beschwerdefrei leben. Früher hatte nach dem Essen nicht nur ungutes Gefühl, sondern auch einen richtig aufgeblähten Darm (sichtbar). Ich habe früher stets gerne Milchschoklade und Eis gegessen; dieser Verzicht fällt mir echt schwer. Ich bin am überlegen, ob ich nicht selbst Schokolade aus Kakao, Kakaobutter und laktosefreier Milchpulver erstellen soll. Was halten Sie davon?
Daneben habe ich beim durchforsten der LIsten folgende Fragen:
1. Ist Phisalis FODMAP-reich oder arm?
2. Sind mit grünen Bohnen sowohl grüne Stangenbohnen als auch grüne Buschbohnen gemeint (Gelbe Buschbohnen stehen somit auf der FODMAP-reichen LIste?)
3. In die Suppen lege ich gerne Perlgraupen ein. Ich habe bisher nciht gefunden, ob diese FODMAP-arm oder -reich sind. Es gibt ja eine Seite https://amzn.to/2TnAw0A, in welcher diverse Lebensmittel aufgelistet sind, auch Perlgraupen. Unter „Spezielle Kohlenhydrate“ kann man auch die einzelnen Zucker einsehen, die auch für FODMAP entscheidend sind. Ich habe leider nur keine Ahnung, was hier „viel“ und was „wenig“ wäre.
4. Dosenobst ist FODMAP-reich – wie verhält es sich mit Gemüse in der Dose. Beispielsweise: Gurken, grüne Erbsen. Ich habe bisher gerne Erbsen und Möhren zusammen gegessen, nur stehen ja Erbsen auf der roten LIste.
Viele Grüße
Inga
Liebe Inga,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Es freut uns, dass Ihnen die beiden Bücher geholfen haben und Sie durch die FODMAP-Diät Ihre Beschwerden reduzieren konnten. Natürlich begrüßen wir Ihre Idee, selbst Schokolade zu machen. Der große Vorteil: Bei selbstgemachten Lebensmitteln hat man die Kontrolle über die Zutaten und das Selbermachen macht Spaß! Über einen Bericht zu Ihrem Experiment freuen wir uns! Zu Ihren Fragen:
Für die Physalis sind uns leider keine Testergebnisse bekannt. Sobald wir etwas erfahren, werden wir es auf den Blog bringen.
Als „Bohnen“ werden sowohl die ovalen Samen der Pflanze bezeichnet, als auch die stangenförmige Hülse mit den Samen. Als FODMAP-arm gelten die Bohnen, die man als Hülse mit den darin enthaltenen, noch nicht ausgereiften Samen verzehrt. Wir denken, dass die Farbe keine Rolle spielt und auch gelbe oder lila Stangen- bzw. Buschbohnen FODMAP-arm sind. FODMAP-reich sind alle Samen der Bohnen, wie Saubohnen, Butterbohnen oder Limabohnen.
Die Perlgraupen bestehen meist aus Weizen oder Gerste. Beides sind FODMAP-reiche Getreidesorten, aber wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Graupen gut vertragen. Warum nicht!
Bei Dosengemüse kommt es darauf an. Bohnen (das Innere) und Erbsen sind auch aus der Dose FODMAP-reich.
Weiterhin guten Erfolg mit dem Eruieren Ihrer persönlichen Wohlfühlernährung und beste Grüße
FODMAP-Redaktion
Sehr geehrter Herr Prof. Storr,
ich bin so dankbar und froh auf diese wertvolle Seite gestoßen zu sein, da ich seit ganzen 6 Jahren unter solch starker, sich immer weiter ausdehnender Symptomatik litt und mir niemand wirklich helfen konnte! Bereits nach den ersten Tagen Diät änderte sich mein Gesundheitszustand um wirkliche 180 Grad und ich kann es noch immer kaum fassen! Ich bin durch so viele Versuche gegangen, war bei so vielen Ärzten, wochenlang in der Klinik etc… Und nun auf eine so einfache Weise ein so durchschlagender Erfolg!
Manche Nahrungsmittel geben mir noch Rätsel auf und ich finde auch durch Ausprobieren keine Klarheit.
Was lässt sich z.B. über die Fodmap-Erfahrungen zu folgenden Produkten sagen:
Carob
Kokosflocken
Natron (Natriumhydrogencarbonat)
reines Weinsteinbackpulver
Lupinenkaffee?
Bei diesen Produkten komme ich mit dem Ausprobieren einfach auf keinen wirklich „grünen Zweig“
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.
Christine Fischer
Liebe Frau Fischer,
es freut uns sehr, dass Sie durch die FODMAP-Diät so schnelle Besserung erfahren haben! Was uns selbst am FODMAP-Konzept überzeugt und begeistert, ist die Tatsache, dass man selbstbestimmt und ohne Medikamente eine beträchtliche Besserung der Verdauungsbeschwerden erreichen kann. (Immer unter der Prämisse, dass man ärztlich abklären hat lassen, dass keine ernsthaften Erkrankungen vorliegen.) Sie sprechen das Ausprobieren an. Es ist in der Tat oftmals nicht so einfach, die Wirkung eines Lebensmittels herauszufinden. Es erfordert Zeit und Aufmerksamkeit für sich selbst und beides ist in unserem hektischen Leben leider oft Mangelware. Die grünen und roten Listen bieten eine Hilfestellung und sollen bei der Orientierung helfen. Aber das Ausprobieren können (und sollen) die Listen nicht ganz ersetzen, da ja auch die Mengen eine Rolle spielen und vieles doch individuell sehr unterschiedlich ist.
Carobpulver gilt als FODMAP-reich, da es große Mengen an Fruktanen enthält. Testergebnisse speziell für Lupinenkaffee sind uns nicht bekannt, aber Lupinenmehl ist, obwohl glutenfrei, FODMAP-reich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist daher auch Lupinenkaffee FODMAP-reich. Kokosflocken enthalten eine gewisse Menge an Polyolen (Sorbit), werden aber in geringen Mengen meist gut vertragen. Sowohl Backpulver als auch Weinsteinbackpulver können Sie ohne weiteres verwenden. Selbst wenn FODMAP-haltige Stoffe wie Weizenstärke enthalten sind, wird Backpulver in so einer geringen Menge verwendet, dass sie in FODMAP-Hinsicht irrelevant ist. Vielen Dank für Ihr Feedback und beste Grüße!
Ihre FODMAPler
Liebes Fodmap-Team,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort – mittlerweile habe ich auch klar herausfinden können, dass Lupinenkaffee bei mir gar nicht geht 😉
Beste Grüße, Christine Fischer
Liebe Frau Fischer,
vielen Dank für Ihr Feedback! Beim Lupinenkaffee, der wie Filterkaffee bzw. Espresso verwendet wird, reagieren manche Menschen auch empfindlich auf die Röststoffe.
Beste Grüße
Ihre FODMAPler
Guten Tag,
Lupinenkaffee enthält weniger als 0,1g Kohlenhydrate pro 100ml. Sofern die Gruppe der Kohlenhydrate die FODMAPs der Lupine miteinschließt, ist die Menge also SEHR gering!!! Ich habe größte Probleme mit beispielsweise Roggenbrot, Zwiebeln, Knoblauch, nicht-Prinzess Bohnen, Linsen, Erbsen und Wirsing, aber Lupinenkaffee scheine ich verhältnismäßig gut zu vertragen.
Vielleicht ja auch eine Mengenfrage?
Liebe Grüße
Guten Morgen
Ich leide an Fructose-, Laktoseintolleranz und zusätzlich auch an Milcheiweißunverträglichkeit. Mit was kann ich denn am besten meinen Eiwegehalt decken und was nimmt man dann zum kochen wenn Sojaprodukte schlecht sind
Liebe Frau Eckert,
Eiweiß ist vor allem in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Hülsenfrüchten enthalten. Was die FODMAP-arme Ernährung angeht, ist Soja nicht grundsätzlich schlecht. Tofu zum Beispiel enthält die wasserlöslichen Oligosaccharide (wofür das O in FODMAP steht). Das ist der Grund, warum aus FODMAP-Sicht fester Tofu als FODMAP-arm gilt, da die Oligosaccharide im Herstellungsprozess zum großen Teil entfernt wurden, wohingegen Seidentofu, der weicher ist und mehr Flüssigkeit enthält, als FODMAP-reich gilt. Auch bei Hülsenfrüchten spielt das Einweichen eine Rolle. Wenn Sie Kichererbsen und Linsen gut einweichen und das Einweichwasser entfernen, dann sind kleine Portionen meist gut verträglich. Aus FODMAP-Sicht können Sie Fleisch, Fisch und Eier bedenkenlos essen, vorausgesetzt, es verstecken sich nicht FODMAP-reiche Zutaten in der Panade oder in den Soßen. FODMAP-arm und eiweißreich sind außerdem Hirse und Quinoa.
Beste Grüße von Ihren
FODMAPlern
Hallo liebe FODMAP-Redaktion,
ich möchte gerne wissen, wie es sich mit Hefe (Trocken- oder Frischhefe) verhält? Gilt sie als Fodmap-arm oder -reich? Und – wenn „normaler“ Haushaltszucker erlaubt ist – ist auch Zuckerrübensirup OK?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Kerstin
Liebe Kerstin,
die in Backwaren verwendete Hefe ist unter FODMAP-Gesichtspunkten unbedenklich. Auch Zuckerrübensirup gilt als FODMAP-arm. Bitte bedenken Sie, dass die Einteilung in grüne und orange Lebensmittel nur ein Hilfsmittel darstellt. Die Verzehrmenge spielt auch eine Rolle! Wir haben aktuell einen Blogbeitrag zum Thema FODMAP und Süßen eingestellt, der Sie vielleicht interessieren könnte. Mit besten Grüßen
Ihre FODMAP-Redaktion
Hallo,
ich habe eine Frage.
Mit dem Verzicht auf Weizen habe ich ein Problem.
Zeit zum selber Brot backen habe ich leider keine, daher suche ich eine andere Alternative.
Sind glutunfreie Fertigbrote (z.B. „frei“-Produkte von Rewe, oder auch das glutenfreie Fertigbrot von Aldi“) problemlos genießbar oder gehören diese eher zu den „Fodmap-reichen“ Produkten?
Weiter würde ich gerne wissen,
ob man auch statt dem glutenfreien Brot auch Dinkelbrot/Dinkelbrötchen konsumieren kann?
Für eine Beantwortung der Fragen wäre ich sehr dankbar.
Lieben Gruß
Nadine
Liebe Nadine,
wir verstehen gut, dass der Verzicht auf Weizen Ihnen Probleme bereitet. Das ist ein Bereich, der vielen schwer fällt. Vielleicht möchten Sie die Ergebnisse einer Studie aus Rom dazu lesen: https://www.fodmap-info.de/fodmaps-und-gluten-studie/
Bei Dinkel kam man zu dem Ergebnis, dass Dinkelbrot, das traditionell mit der Sauerteigmethode hergestellt wird, also mit langen Gehzeiten, als FODMAP-arm gelten kann. Zu Fertigprodukten können wir leider keine bindende Aussage treffen, da die Produktvielfalt zu groß ist und die Herstellungsverfahren nicht bekannt. Ein genauer Blick auf die Zutatenliste ist also angezeigt. Wenn Sie Brote aus Buchweizen, Reismehl, Quinoa oder Mais ohne FODMAP-reiche Zusätze kaufen, sind diese mit hoher Wahrscheinlichkeit FODMAP-arm. Glutenfrei ist in vielen Fällen auch FODMAP-arm, aber nicht in allen. Brote aus Amaranth, Lupinenmehl, Erbsenmehl oder mit hohen Anteilen an Sojamehl sind zwar glutenfrei, aber nicht FODMAP-arm. Die meisten Reizdarmpatienten vertragen gewisse Mengen an Sojamehl, obwohl diese Oligosaccharide enthalten. Wenn Sie eine Zutatenliste studieren, so sind die Zutaten am Anfang der Liste mehr enthalten und am Ende der Liste weniger. Das ist für die Beurteilung der Verträglichkeit nicht unwichtig.
Mit besten Grüßen
Ihre FODMAP-Redaktion
Hallo liebes Team und liebe Nadine,
mit Dinkelbrot habe ich nun viel ausprobiert und was bei mir persönlich gut funktioniert ist ein Dinkelbrot mit Frischhefe, allerdings mit Hefeteig in kalter Führung, d.h., wenig Hefe und Gehzeiten im Kühlschrank, zwischen 24 und 60 Stunden. Das kann ich ohne Probleme essen (ebenso natürlich als Pizzateig etc…) und es ruft bei mir keine Beschwerden vor, was der Dunkelsauerteig wider Erwarten leider getan hat 🙁
Zum Thema „Hefe kalte Führung“ finden sich viele Hinweise im Internet.
Liebe Grüße,
Christine Fischer
Liebe Frau Fischer,
vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar! Wir freuen uns sehr über Ihr Feedback, weil uns daran gelegen ist, auch unter den LeserInnen des Blogs einen regen Austausch rund um das Thema anzustoßen. Da das FODMAP-Konzept noch so neu ist, ist es auch noch sehr in Bewegung, was ja an sich schon hochinteressant ist.
Beste Grüße von
Ihrem FODMAP-Team
Hallo,
ich finde die verschiedenen Zuckerbezeichnungen sehr verwirrend. Darf man Glucosesirup? Maltodextrin? Was ist mit anderen Siruparten (Fructose-Glucose-Sirup u.ä.?, warum darf man Ahornsirup aber kein Agavensirup?), die wohl die gleichen Bausteine haben wie Haushaltszucker. Auf den Zutatenlisten der Lebensmittel stehen sehr viele unterschiedliche Zuckerarten.
Vielleicht könnten Sie mit einem Artikel etwas Licht ins Dunkel bringen?
Wieso ist Reismilch nicht erlaubt?
Hallo Vicky,
um die Fragen zu Süßstoffen und Süßungsmitteln zu beantworten, haben wir eine Tabelle erstellt. Sie finden sie unter dem Menüpunkt „FODMAPs“ unter dem Punkt „FODMAPs und Süßungsmittel“. Dort haben wir alle uns bekannten Süßstoffe und Süßungsmittel aufgeführt. Bitte bedenken Sie, dass Süßungsmittel, ob nun FODMAP-arm oder FODMAP-reich, im Allgemeinen sparsam verwendet werden sollten. Reismilch ist nicht per se nicht erlaubt. Es ist nur schwer, über ein Produkt eine Aussage zu treffen, das von unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich hergestellt wird. Durch Herstellungsverfahren und Zusatzstoffe kann sich der FODMAP-Gehalt komplett ändern. Eine Möglichkeit ist es, eine Sorte Reismilch, bei der man die Zutatenliste für unbedenklich hält zu testen und sich selbst zu beobachten, ob Symptome auftreten.
Mit besten Grüßen
Ihre FODMAP-Redaktion
Auf manchen Listen über Fodmap-arme und -reiche Nahrungsmittel wird Dinkel als fodmap-reich aufgeführt. Auf Ihrer Liste ist Dinkel fodmap-arm.
Woher kommt das und was ist nun richtig?
Sehr geehrter Herr Trapp,
für die Frage zum Dinkel würden wir Sie gerne auf einen unserer aktuellen Blogbeiträge verweisen. Der Beitrag der Ernährungsberaterin Frau Schilling dürfte Ihre Frage zum Dinkel beantworten.
Beste Grüße
Ihre FODMAP-Redaktion
Hallo,
wie sieht es aus mit
– Erbsenprotein,
– Apfelfaser,
– Kichererbsenmehl und
Johannisbrotkernmehl (Ende der Zutatenliste) ?
Herzliche Grüße, Martina.
Liebe Martina,
Erbsen und Äpfel sind FODMAP-reiche Lebensmittel. Erbsenprotein und Apfelfasern sind vergleichbar zu bewerten. Kichererbsenmehl ist FODMAP reich.
Johannisbrotkernmehl, z.B. in kleineren Mengen zum FODMAP-armen Brot backen verwendet, dürfte keine Probleme bereiten.
Beste Grüße
Ihre FODMAP-Redaktion
Guten Tag,
ich möchte Marmelade selbst aus FODMAP-armen Früchten und Haushaltszucker/Traubenzucker herstellen. Was ist als Geliermittel zu verwenden ? (Ich Denke, das AgarAgar und Pektin weniger geeignet sind ?)
Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus und freundliche Grüße
Rosemarie
Liebe Rosemarie,
zum Marmelade einkochen benötigen Sie FODMAP-armes Obst, Haushaltszucker und ein Geliermittel. Sowohl Agar-Agar als auch Pektin können Sie verwenden. Pektin ist FODMAP-arm, kann bei empfindlichen Personen aber dennoch in größeren Mengen zu Blähungen führen, weil es auch ein Ballaststoff ist. Auch Gelatine gilt als FODMAP-arm und kann zur Herstellung von Marmelade verwendet werden.
Mit besten Grüßen
Ihre FODMAP-Redaktion
Hallo,
da ich mich vegan Ernähre, interessiert mich das Thema Soja bzw. andere pflanzliches Proteine wie Reisprotein, Erbsenprotein, Sojaprotein.
Im Internet findet man auf verschiedenen Seiten verschiedene Angaben. Mal ist Sojamilch OK, mal nicht.
Wie sieht es also aus mit Tofu, Sojamilch, Sojajoghurt (alles in der zuckerfreien Variante) und wie sieht es aus mit anderen pflanzlichen Proteinpulvern?
Liebe Lara,
die Sojabohne, aus der Lebensmittel, wie Sojamilch, Tofu und Sojajoghurt hergestellt werden ist reich an Oligosacchariden. Daher werden Sojabohnen, wie andere Bohnen auch, auf der roten Liste geführt. Bei Sojamilch gibt es verschiedene Herstellungsverfahren. Wenn die Bohnen verarbeitet werden, kann der Gehalt an Oligosacchariden hoch sein. Wird dagegen das Sojaprotein verarbeitet, ist der Gehalt an Oligosacchariden niedriger. Tofu ist deshalb in den meisten Fällen FODMAP-arm, weil durch das Pressen und Entfernen der Flüssigkeit, die wasserlöslichen FODMAPs zum größten Teil entfernt werden. (Aus demselben Grund sind zum Beispiel Kichererbsen, die eingeweicht werden und bei denen man das Einweichwasser entfernt, eher bekömmlich.) Bei manchen verarbeiteten Produkten lassen sich aber schwerlich eindeutige Aussagen treffen, weil die Vielzahl an Produkten mit einer Vielzahl an Herstellungsverfahren einhergeht. Das trifft auch auf die Proteinpulver zu. Im Zweifelsfall kommt man um Weglassen oder vorsichtiges Ausprobieren und genau spüren, wie man das Lebensmittel verträgt, nicht umhin. Je naturbelassener man Lebensmittel zu sich nimmt, desto einfacher hat man es, die FODMAPs zu kontrollieren. Bei einer veganen Ernährung raten wir aber auf jeden Fall zu einer professionellen Ernährungsberatung, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
Mit besten Grüßen
Ihre FODMAP-Redaktion
Hallo,
Ich habe eine Fruktose- Malabsorption und frage mich nun ob ich die Lebensmittel die zwar als fodmap arm bezeichnet werden aber einen eher höheren Fruktosegehalt aufweisen verzehren darf.
Wie z.B Ahornsirup,Ananas,Erdbeeren,Fenchel,Paprika oder auch Marmelade.
Kann mir jemand weiter helfen? Bin für jede Antwort dankbar 🙂
Liebe Laura,
wenn Ihre Verdauungsbeschwerden mit einer Reduktion von Fruktose verschwinden, besteht eventuell kein Grund mehr sich FODMAP-arm zu ernähren. Falls Sie nach einer fruktosereduzierten Ernährungsumstellung aber trotzdem immer noch Beschwerden haben, lohnt es sich eventuell, sich mit der FODMAP-armen Ernährung zu befassen. Die FODMAP-Methode fasst eine ganze Gruppe an Stoffen zusammen, die bei vielen Menschen Beschwerden verursachen. Die FODMAP-Diät dient dazu, die Stoffe zu identifizieren und langfristig eine Ernährung zu finden, die individuell abgestimmt, die Beschwerden größtmöglich vermeidet. Wenn Sie eine Fruktose-Malabsorption haben, dann müssen Sie dem Fruktosegehalt ein besonderes Augenmerk schenken. Gerade beim Obst spielt das ausgewogene Verhältnis von Glukose und Fruktose und der Gesamtgehalt an Fruktose für Sie eine besondere Rolle. FODMAP-armes Obst hat weniger Fruktose bzw. ein günstigeres Glukose-Fruktose-Verhältnis als FODMAP-reiches Obst. Es kommt aber auch auf die Verzehrmenge an. Lassen Sie sich auf jeden Fall von einer Ernährungsberaterin intensiv beraten.
Mit besten Grüßen
Ihre FODMAP-Redaktion
Guten Tag Herr Storr
Werden die FODMAPs durch fermentieren verringert?
Weisskraut – Sauerkraut?
Sojabohnen – Tempeh?
Freundliche Grüsse
Susanne
Liebe Susanne,
in manchen Fällen scheint die Fermentation die FODMAPs zu verringern. So ist das bei Sojabohnen (FODMAP-reich) und Tempeh (FODMAP-arm) der Fall. Aber allgemein lässt sich daraus nicht der Schluss ziehen, dass Fermentation immmer zu weniger FODMAPs führt. Dabei kommt es auf viele Faktoren an. Das Lebensmittel von dem man ausgeht und die Art der Fermentation. Leider liegen uns zu Sauerkraut noch keine genauen Informationen vor.
Herzliche Grüße vom FODMAP Team
Liebe Susanne,
in manchen Fällen scheint die Fermentation die FODMAPs zu verringern. So ist das bei Sojabohnen (FODMAP-reich) und Tempeh (FODMAP-arm) der Fall. Aber allgemein lässt sich daraus nicht der Schluss ziehen, dass Fermentation zu weniger FODMAPs führt. Dabei kommt es auf viele Faktoren an. Das Lebensmittel von dem man ausgeht und die Art der Fermentation. Zu Sauerkraut können wir leider noch nichts Verlässliches sagen.
Mit besten Grüßen
FODMAP-Team
Hallo
Ich hätte ein paar Fragen und zwar,kann ich Dinkelkaffee trinken oder ist der Instantkaffee, ich weiss nicht ob ich normalen Kaffee vertrage weil ich auch auch Magenschmerzen und häufige Stuhlgänge habe.
Wie ist es mit Ringelblumentee,Frauenmanteltee?
Danke für eine Antwort,manchmal bin ich nämlich ganz schön vetzweifelt
Maria Hager
Sehr geehrte Frau Hager,
aus FODMAP-Sicht ist Kaffee unproblematisch sofern er schwarz getrunken wird. Es ist schwierig eine Aussage zum Dinkelkaffeee zu treffen, ohne die genauen Zutaten zu kennen. Die FODMAP-reichen Bestandteile beim normalen Bohnenkaffee kommen über die Milch bzw. das Milchpulver zustande. Kaffee bereitet aber trotzdem vielen Menschen mit Verdauungsbeschwerden Probleme, weil Koffein eine stark anregende Wirkung auf die Verdauung hat. Für die strenge FODMAP-arme Phase würden wir Ihnen empfehlen auf jede Art von Kaffee zu verzichten. Auch bei Tees ist etwas Vorsicht geboten. Für Kräutertees wird eine kurze Ziehzeit empfohlen. Kamillen- und Fencheltee sind, obwohl sie traditionell gerade auch bei Verdauungsbeschwerden getrunken werden, FODMAP-reich. In der strengen Phase 1 der Diät ist es besser Zutaten und Produkte, bei denen man unsicher ist, wegzulassen. Wir empfehlen Ihnen aber auf jeden Fall sich fachkundig bei einem Arzt bzw. einer Ernährungsberaterin beraten zu lassen.
Mit besten Grüßen
FODMAP Team