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FODMAP-FAQ

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Häufig gestellte Fragen FAQ zur Low FODMAP-Diät

Im Folgenden haben wir Fragen, die auf dem FODMAP-Blog gestellt wurden zusammengefasst. Dies  betrifft vor allem Fragen, die immer wieder in ähnlicher Form auftauchen.

 

Allen, die mehr über die FODMAP-Diät erfahren möchten, empfehlen wir den Ernährungsratgeber von Prof. Storr. Dort finden Sie das Prinzip der FODMAP-Diät verständlich erklärt. Zahlreiche Tabellen helfen Ihnen beim täglichen Einkauf und Rezepte geben Anregungen zum FODMAP-armen Kochen und Backen. (zur Buchbesprechung…)

Frequently asked questions FAQ zur Low FODMAP-Diät

1. Dinkel gilt als FODMAP-arm, enthält aber Gluten. Ist das kein Widerspruch?

Vielfach besteht das Missverständnis, dass die Low FODMAP-Diät eine glutenfreie Diät ist. Die Getreidesorten wie Weizen, Roggen und Gerste, die viel Gluten enthalten,  enthalten auch viele FODMAPs (v.a. Oligosaccharide), die Probleme bereiten können, sodass ähnlich wie bei der Zöliakie, auf Buchweizen, Mais, Reis, Tapioka oder Hirse ausgewichen wird. Anders als bei der Zöliakie muss aber Gluten nicht gänzlich gemieden werden. Dinkel hat sich als sehr viel verträglicher als Weizen herausgestellt und wird daher als FODMAP-arm eingestuft. Der Einfluss von Herstellungsverfahren auf den FODMAP-Gehalt von Dinkel wird noch untersucht. Als glutenfrei gekennzeichnete Produkte sind nicht per se FODMAP-arm. Die FODMAP-Diät fasst ja eine ganze Gruppe von potenziell Beschwerden verursachenden Stoffen zusammen.

2. Wieso gelten manche Früchte als FODMAP-arm, wenn sie als Trockenfrüchte konsumiert werden aber plötzlich als FODMAP-reich?

Durch den Trocknungsprozess wird der Frucht Wasser entzogen und die enthaltenen Zucker konzentriert, wodurch auch die enthaltenen FODMAPs konzentrierter vorliegen. Beim Trockenvorgang entstehen aber auch Fruktane, die bei der frischen Frucht nicht vorhanden sind. Gerade bei Trockenfrüchten kommt es sehr stark auf die Verzehrmenge an. Kleinere Portionen werden von Reizdarmpatienten meist gut vertragen.

3. Was lässt sich zu Fetten und Ölen hinsichtlich der FODMAP-Diät sagen bzw. was muss man beachten?

Fette und Öle enthalten entweder kaum oder gar keine Kohlenhydrate, sind also FODMAP-arm oder FODMAP-frei. Hinsichtlich der FODMAP-Diät sind sie unbedenklich. Natürlich sollten aber Zutaten, die mit den Fetten zusammen verarbeitet werden auf ihren FODMAP-Gehalt geprüft werden. Das betrifft vor allem Panaden, Saucen und Marinaden.  Desweiteren sind Fette in großen Mengen schwer verdaulich. Wer also unter einem Reizdarm oder anderen Verdauungsbeschwerden leidet, sollte bei Fetten und Ölen darauf achten, den Verdauungstrakt nicht zu überlasten.

4. Wieso gilt Haushaltszucker als FODMAP-arm, wenn er doch zu 50% aus Fruktose besteht?

Der normale Haushaltszucker (Saccharose) wird im Darm zu Fruktose und Glukose aufgespalten. Die Glukose erleichtert die Aufnahme der Fruktose im Darm. Das ist der Grund, warum Obst, das ein ausgewogenes Verhältnis von Fruktose und Glukose aufweist (= FODMAP-armes Obst), besser bekömmlich ist. Haushaltszucker kann also vom Darm recht gut aufgenommen werden. Um den Körper nicht mit der Fruktoseaufnahme zu überfordern, sollte auch auf sorbitarme Lebensmittel geachtet werden. Denn der Fruktosetransporter (GLUT-5) ist auch gleichzeitig für den Transport von Sorbit zuständig. Wer also gleichzeitig viel fruktosehaltige Lebensmittel und sorbithaltige Lebensmittel zu sich nimmt, läuft Gefahr seinen Darm zu überfordern.

5. Ist die FODMAP-Diät auch für vegetarisch und vegan lebende Menschen geeignet?

Eine vegetarische oder vegane Ernährung verträgt sich nur eingeschränkt mit einer FODMAP-Diät.  Zur wichtigen Deckung des Proteinbedarfs bei Vegetariern und Veganern, werden häufig FODMAP-reiche Hülsenfrüchte oder Milchprodukte konsumiert. Auf jeden Fall sollte man eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, um Mangelzustände aufgrund einer zu sehr eingeschränkten Lebensmittelauswahl zu vermeiden.

6. Welche Rolle spielt die Verzehrmenge bei der FODMAP-Diät?

Die Verzehrmenge spielt bei der FODMAP-Diät eine große Rolle. In den verschiedenen Lebensmitteln sind die unterschiedlichen FODMAP-Gruppen in verschiedenen Mengen vorhanden. Ob ein Lebensmittel als FODMAP-arm oder FODMAP-reich beurteilt wird, entscheidet die Gesamtbewertung. So enthält zum Beispiel Brokkoli an FODMAP-relevanten Bestandteilen lediglich mäßige Mengen an Polyolen.  Bei einer Portion von bis zu ca. 50 Gramm verursacht Brokkoli in der Regel keine Beschwerden. Isst man jedoch mehr, steigt auch der Anteil der zugeführten Polyole, sodass eine große Portion Brokkoli bei Reizdarmpatienten Beschwerden verursachen kann.  Dasselbe gilt zum Beispiel für Stangensellerie. Auch bei Obst sollte man nicht übertrieben große Portionen einer Frucht auf einmal verzehren, auch wenn diese als FODMAP-arm klassifiziert wird.

7. Es gibt eine Vielzahl an Fertigprodukten mit vielen Zutaten und Zusatzstoffen. Wie kann ich mich da orientieren, wenn ich FODMAP-arm essen möchte?

Je weniger Fertigprodukte Sie zu sich nehmen, desto einfacher ist es, den FODMAP-Gehalt zu kontrollieren. Fertiggerichte enthalten meist eine Vielzahl von FODMAPs und das Entschlüsseln der Zutatenliste ist nicht einfach. Wenn Sie die Lebensmittel wie Gemüse, Fleisch, Obst und Milchprodukte selbst verarbeiten, haben Sie die volle Kontrolle über die Zutaten. Wenn Sie auf Fertiggerichte nicht verzichten wollen, dann hilft nur das genaue Studium der Zutatenlisten und das Vergleichen mit FODMAP-Listen. Nachdem es noch viel Forschungsbedarf gibt, inwiefern verschiedene Herstellungsverfahren sich auf den FODMAP-Gehalt auswirken, gibt es bei Fertiggerichten in manchen Fällen einen hohen Unsicherheitsfaktor, was die Bewertung des FODMAP-Gehalts angeht.

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34 Gedanken zu „FODMAP-FAQ

  1. Guten Tag, ich habe zum Buch bzw. zu den Ernährungsratschlägen noch ein paar Fragen:
    – Kaffee: geht auch Kaffee aus einem Vollautomaten, der dann zwar frisch gemahlen aber nicht gefiltert ist? In manchen Quellen liest man auch, der Kaffee müsse entcoffeiniert sein?
    – habe mehrere Wochen nur Haferschleim und Gekochtes (Reis, Kartoffeln, Möhren, Zucchini) gegessen. Würde gerne etwas Rohkost mit dazunehmen. Habe schon gelesen, dass man das abends besser weglassen sollte. Gibt es Erfahrungen, mit welchen Mengen ich am besten anfange? z.B. Möhren, Tomaten, Gurke, Salat
    – es wird angegeben, 1 Glas Bier (Gerste) wäre verträglich. Welche Menge ist gemeint? 0,2 l oder 0,3 Liter? Meine konkret Guinness aus Gerste und ohne Kohlensäure. Generell wären manchmal Mengenangaben hilfreich.
    – was ist mit alkoholfreiem Bier? Geht vermutlich wegen der Kohlensäure nicht? Mag keine süßen Getränke und keinen Tee und suche Alternativen, kann kein Wasser mehr sehen.
    – gibt es bei der Zubereitung von Fleisch Erfahrungen? Wir nutzen z.B. auch ein Heißluftgerät beispielsweise für Bratwurst. ???
    – wie sieht es mit Brühe (Pulver) aus? Ich vermute meine Bio-Gemüsebrühe darf ich nicht verwenden, da dort u.a. Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Palmöl enthalten ist. Wie sieht es aber mit der Rindfleischbrühe aus, die als weitere Zutaten nur Glukosesirup, Karamellzucker und Zwiebel enthält? Ist das die Zwiebel auch schon zuviel?
    – gibt es im Internet noch weitere empfehlenswerte Rezepte?

    Ich bedanke mich vorab ganz herzlich!
    Vielen Dank für die Unterstützung durch das Buch, die Listen und die Internetseite!
    Viele Grüße
    Barbara

  2. Sehr geehrter Herr Storr, ich mache zur Zeit eine Bio chlorellaalgenkur. Nun habe ich gelesen,dass zu viel Protein nicht gut ist, chlorella aber viel Protein hat. Wie ist Ihre Meinung dazu? Mit freundlichen Grüßen Petra

    1. Liebe Petra,
      leider sind uns zu Chlorella in Zusammenhang mit der FODMAP-Diät keine Testergebnisse bekannt. Meeresalgen wie Nori und Wakame wurden als FODMAP-arm getestet, vermutlich gilt dies auch für Chlorella. Wir empfehlen eine ausgewogene Ernährung mit Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie zu viel Protein zu sich nehmen, sollten Sie vielleicht eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, die sich ein konkretes Bild von Ihrer Ernährungsweise machen kann.
      Mit freundlichen Grüßen von Ihrer FODMAP-Info-Redaktion

  3. Sehr geehrter Herr Storr,

    dass ich einen besonders feinen Magen habe, habe ich schon längst gewusst – den Fastfod von Mc Donalds und co habe ich noch nie wirklich gut vertragen. Und ich habe selbst auch stets gerne gekocht, am liebsten etwas mit Kartoffeln und Karotten.
    Letztes Jahr im Sommer bin ich wegen Zeitmangels leider kaum zum kochen gekommen und habe mich größtenteils von belegten Broten ernährt. Mir ist mit der Zeit dabei aufgefallen, dass ich Probleme mit meiner Verdauung habe, insbesonderte das häufige „groß“ müssen.
    Ich habe natürlich in meinem Umkreis diverse Ratchläge erhalten. Einer davon war Weizen wegzulassen und nur Dinkelbrot zu kaufen, danach – glutenfrei zu essen. Die Beschwerden haben sich verringert, jedoch sind nicht weggegangen. Paralell dazu habe ich auch noch einen Arzt aufgesucht.
    Der Arzt hat eine Reihe von Untersuchungen unternommen, eine (glaube ich letzte) Untersuchung – Darmspiegelung steht noch an. Bei der letzten Unterschunung (Atmtest) ist es rausgekommen, dass ich eine Laktoseintoleranz habe. Dies hat mich sehr verwundert, erklärt aber gut, warum ich diverse Dinkelerzeugnisse nicht vertragen habe (da ist Milchpulver drin!).
    Ich habe dem Arzt gesagt, dass doch meine Beschwerden nicht auf ein bisschen Laktoseintoleranz zurückzuführen wären, zumal ich mich sehr vielseitig ernähre. Er meinte dazu – vermutlich sei es Reizdarm.
    Dann habe ich angefangen nachzuforschen, und mir sind Ihre Bücher „Reizdarmsyndrom“ und „FODMAP-Diät“ in die Hände gekommen. Diese Bücher haben mir echt geholfen, indem ich nochmal über die Notwendigkeit der stattgefundenen Untersuchungen nachgelesen haben.
    Zudem habe ich mit einer FODMAP-Diät angefangen. Plötzlich sah ich den Zusammenhang, warum es mir nach dem Verzehr des doch so gesunden getrockneten Aprikosen oder einem Rote Beete-Karotten-Apfel Salat nicht gut ging. Dank dieser Ernährung kann ich beschwerdefrei leben. Früher hatte nach dem Essen nicht nur ungutes Gefühl, sondern auch einen richtig aufgeblähten Darm (sichtbar). Ich habe früher stets gerne Milchschoklade und Eis gegessen; dieser Verzicht fällt mir echt schwer. Ich bin am überlegen, ob ich nicht selbst Schokolade aus Kakao, Kakaobutter und laktosefreier Milchpulver erstellen soll. Was halten Sie davon?

    Daneben habe ich beim durchforsten der LIsten folgende Fragen:
    1. Ist Phisalis FODMAP-reich oder arm?
    2. Sind mit grünen Bohnen sowohl grüne Stangenbohnen als auch grüne Buschbohnen gemeint (Gelbe Buschbohnen stehen somit auf der FODMAP-reichen LIste?)
    3. In die Suppen lege ich gerne Perlgraupen ein. Ich habe bisher nciht gefunden, ob diese FODMAP-arm oder -reich sind. Es gibt ja eine Seite http://www.ernaehrung.de, in welcher diverse Lebensmittel aufgelistet sind, auch Perlgraupen. Unter „Spezielle Kohlenhydrate“ kann man auch die einzelnen Zucker einsehen, die auch für FODMAP entscheidend sind. Ich habe leider nur keine Ahnung, was hier „viel“ und was „wenig“ wäre.
    4. Dosenobst ist FODMAP-reich – wie verhält es sich mit Gemüse in der Dose. Beispielsweise: Gurken, grüne Erbsen. Ich habe bisher gerne Erbsen und Möhren zusammen gegessen, nur stehen ja Erbsen auf der roten LIste.

    Viele Grüße

    Inga

    1. Liebe Inga,
      vielen Dank für Ihren Beitrag. Es freut uns, dass Ihnen die beiden Bücher geholfen haben und Sie durch die FODMAP-Diät Ihre Beschwerden reduzieren konnten. Natürlich begrüßen wir Ihre Idee, selbst Schokolade zu machen. Der große Vorteil: Bei selbstgemachten Lebensmitteln hat man die Kontrolle über die Zutaten und das Selbermachen macht Spaß! Über einen Bericht zu Ihrem Experiment freuen wir uns! Zu Ihren Fragen:
      Für die Physalis sind uns leider keine Testergebnisse bekannt. Sobald wir etwas erfahren, werden wir es auf den Blog bringen.
      Als „Bohnen“ werden sowohl die ovalen Samen der Pflanze bezeichnet, als auch die stangenförmige Hülse mit den Samen. Als FODMAP-arm gelten die Bohnen, die man als Hülse mit den darin enthaltenen, noch nicht ausgereiften Samen verzehrt. Wir denken, dass die Farbe keine Rolle spielt und auch gelbe oder lila Stangen- bzw. Buschbohnen FODMAP-arm sind. FODMAP-reich sind alle Samen der Bohnen, wie Saubohnen, Butterbohnen oder Limabohnen.
      Die Perlgraupen bestehen meist aus Weizen oder Gerste. Beides sind FODMAP-reiche Getreidesorten, aber wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Graupen gut vertragen. Warum nicht!
      Bei Dosengemüse kommt es darauf an. Bohnen (das Innere) und Erbsen sind auch aus der Dose FODMAP-reich.
      Weiterhin guten Erfolg mit dem Eruieren Ihrer persönlichen Wohlfühlernährung und beste Grüße
      FODMAP-Redaktion

  4. Sehr geehrter Herr Prof. Storr,
    ich bin so dankbar und froh auf diese wertvolle Seite gestoßen zu sein, da ich seit ganzen 6 Jahren unter solch starker, sich immer weiter ausdehnender Symptomatik litt und mir niemand wirklich helfen konnte! Bereits nach den ersten Tagen Diät änderte sich mein Gesundheitszustand um wirkliche 180 Grad und ich kann es noch immer kaum fassen! Ich bin durch so viele Versuche gegangen, war bei so vielen Ärzten, wochenlang in der Klinik etc… Und nun auf eine so einfache Weise ein so durchschlagender Erfolg!
    Manche Nahrungsmittel geben mir noch Rätsel auf und ich finde auch durch Ausprobieren keine Klarheit.
    Was lässt sich z.B. über die Fodmap-Erfahrungen zu folgenden Produkten sagen:
    Carob
    Kokosflocken
    Natron (Natriumhydrogencarbonat)
    reines Weinsteinbackpulver
    Lupinenkaffee?
    Bei diesen Produkten komme ich mit dem Ausprobieren einfach auf keinen wirklich „grünen Zweig“
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.
    Christine Fischer

    1. Liebe Frau Fischer,
      es freut uns sehr, dass Sie durch die FODMAP-Diät so schnelle Besserung erfahren haben! Was uns selbst am FODMAP-Konzept überzeugt und begeistert, ist die Tatsache, dass man selbstbestimmt und ohne Medikamente eine beträchtliche Besserung der Verdauungsbeschwerden erreichen kann. (Immer unter der Prämisse, dass man ärztlich abklären hat lassen, dass keine ernsthaften Erkrankungen vorliegen.) Sie sprechen das Ausprobieren an. Es ist in der Tat oftmals nicht so einfach, die Wirkung eines Lebensmittels herauszufinden. Es erfordert Zeit und Aufmerksamkeit für sich selbst und beides ist in unserem hektischen Leben leider oft Mangelware. Die grünen und roten Listen bieten eine Hilfestellung und sollen bei der Orientierung helfen. Aber das Ausprobieren können (und sollen) die Listen nicht ganz ersetzen, da ja auch die Mengen eine Rolle spielen und vieles doch individuell sehr unterschiedlich ist.
      Carobpulver gilt als FODMAP-reich, da es große Mengen an Fruktanen enthält. Testergebnisse speziell für Lupinenkaffee sind uns nicht bekannt, aber Lupinenmehl ist, obwohl glutenfrei, FODMAP-reich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist daher auch Lupinenkaffee FODMAP-reich. Kokosflocken enthalten eine gewisse Menge an Polyolen (Sorbit), werden aber in geringen Mengen meist gut vertragen. Sowohl Backpulver als auch Weinsteinbackpulver können Sie ohne weiteres verwenden. Selbst wenn FODMAP-haltige Stoffe wie Weizenstärke enthalten sind, wird Backpulver in so einer geringen Menge verwendet, dass sie in FODMAP-Hinsicht irrelevant ist. Vielen Dank für Ihr Feedback und beste Grüße!
      Ihre FODMAPler

      1. Liebes Fodmap-Team,
        vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort – mittlerweile habe ich auch klar herausfinden können, dass Lupinenkaffee bei mir gar nicht geht 😉

        Beste Grüße, Christine Fischer

        1. Liebe Frau Fischer,
          vielen Dank für Ihr Feedback! Beim Lupinenkaffee, der wie Filterkaffee bzw. Espresso verwendet wird, reagieren manche Menschen auch empfindlich auf die Röststoffe.
          Beste Grüße
          Ihre FODMAPler

  5. Guten Morgen
    Ich leide an Fructose-, Laktoseintolleranz und zusätzlich auch an Milcheiweißunverträglichkeit. Mit was kann ich denn am besten meinen Eiwegehalt decken und was nimmt man dann zum kochen wenn Sojaprodukte schlecht sind

    1. Liebe Frau Eckert,
      Eiweiß ist vor allem in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Hülsenfrüchten enthalten. Was die FODMAP-arme Ernährung angeht, ist Soja nicht grundsätzlich schlecht. Tofu zum Beispiel enthält die wasserlöslichen Oligosaccharide (wofür das O in FODMAP steht). Das ist der Grund, warum aus FODMAP-Sicht fester Tofu als FODMAP-arm gilt, da die Oligosaccharide im Herstellungsprozess zum großen Teil entfernt wurden, wohingegen Seidentofu, der weicher ist und mehr Flüssigkeit enthält, als FODMAP-reich gilt. Auch bei Hülsenfrüchten spielt das Einweichen eine Rolle. Wenn Sie Kichererbsen und Linsen gut einweichen und das Einweichwasser entfernen, dann sind kleine Portionen meist gut verträglich. Aus FODMAP-Sicht können Sie Fleisch, Fisch und Eier bedenkenlos essen, vorausgesetzt, es verstecken sich nicht FODMAP-reiche Zutaten in der Panade oder in den Soßen. FODMAP-arm und eiweißreich sind außerdem Hirse und Quinoa.
      Beste Grüße von Ihren
      FODMAPlern

  6. Hallo liebe FODMAP-Redaktion,
    ich möchte gerne wissen, wie es sich mit Hefe (Trocken- oder Frischhefe) verhält? Gilt sie als Fodmap-arm oder -reich? Und – wenn „normaler“ Haushaltszucker erlaubt ist – ist auch Zuckerrübensirup OK?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Kerstin

    1. Liebe Kerstin,
      die in Backwaren verwendete Hefe ist unter FODMAP-Gesichtspunkten unbedenklich. Auch Zuckerrübensirup gilt als FODMAP-arm. Bitte bedenken Sie, dass die Einteilung in grüne und orange Lebensmittel nur ein Hilfsmittel darstellt. Die Verzehrmenge spielt auch eine Rolle! Wir haben aktuell einen Blogbeitrag zum Thema FODMAP und Süßen eingestellt, der Sie vielleicht interessieren könnte. Mit besten Grüßen
      Ihre FODMAP-Redaktion

  7. Hallo,

    ich habe eine Frage.
    Mit dem Verzicht auf Weizen habe ich ein Problem.
    Zeit zum selber Brot backen habe ich leider keine, daher suche ich eine andere Alternative.

    Sind glutunfreie Fertigbrote (z.B. „frei“-Produkte von Rewe, oder auch das glutenfreie Fertigbrot von Aldi“) problemlos genießbar oder gehören diese eher zu den „Fodmap-reichen“ Produkten?

    Weiter würde ich gerne wissen,
    ob man auch statt dem glutenfreien Brot auch Dinkelbrot/Dinkelbrötchen konsumieren kann?

    Für eine Beantwortung der Fragen wäre ich sehr dankbar.

    Lieben Gruß
    Nadine

    1. Liebe Nadine,
      wir verstehen gut, dass der Verzicht auf Weizen Ihnen Probleme bereitet. Das ist ein Bereich, der vielen schwer fällt. Vielleicht möchten Sie die Ergebnisse einer Studie aus Rom dazu lesen: https://www.fodmap-info.de/fodmaps-und-gluten-studie/
      Bei Dinkel kam man zu dem Ergebnis, dass Dinkelbrot, das traditionell mit der Sauerteigmethode hergestellt wird, also mit langen Gehzeiten, als FODMAP-arm gelten kann. Zu Fertigprodukten können wir leider keine bindende Aussage treffen, da die Produktvielfalt zu groß ist und die Herstellungsverfahren nicht bekannt. Ein genauer Blick auf die Zutatenliste ist also angezeigt. Wenn Sie Brote aus Buchweizen, Reismehl, Quinoa oder Mais ohne FODMAP-reiche Zusätze kaufen, sind diese mit hoher Wahrscheinlichkeit FODMAP-arm. Glutenfrei ist in vielen Fällen auch FODMAP-arm, aber nicht in allen. Brote aus Amaranth, Lupinenmehl, Erbsenmehl oder mit hohen Anteilen an Sojamehl sind zwar glutenfrei, aber nicht FODMAP-arm. Die meisten Reizdarmpatienten vertragen gewisse Mengen an Sojamehl, obwohl diese Oligosaccharide enthalten. Wenn Sie eine Zutatenliste studieren, so sind die Zutaten am Anfang der Liste mehr enthalten und am Ende der Liste weniger. Das ist für die Beurteilung der Verträglichkeit nicht unwichtig.
      Mit besten Grüßen
      Ihre FODMAP-Redaktion

      1. Hallo liebes Team und liebe Nadine,
        mit Dinkelbrot habe ich nun viel ausprobiert und was bei mir persönlich gut funktioniert ist ein Dinkelbrot mit Frischhefe, allerdings mit Hefeteig in kalter Führung, d.h., wenig Hefe und Gehzeiten im Kühlschrank, zwischen 24 und 60 Stunden. Das kann ich ohne Probleme essen (ebenso natürlich als Pizzateig etc…) und es ruft bei mir keine Beschwerden vor, was der Dunkelsauerteig wider Erwarten leider getan hat 🙁
        Zum Thema „Hefe kalte Führung“ finden sich viele Hinweise im Internet.
        Liebe Grüße,
        Christine Fischer

        1. Liebe Frau Fischer,
          vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar! Wir freuen uns sehr über Ihr Feedback, weil uns daran gelegen ist, auch unter den LeserInnen des Blogs einen regen Austausch rund um das Thema anzustoßen. Da das FODMAP-Konzept noch so neu ist, ist es auch noch sehr in Bewegung, was ja an sich schon hochinteressant ist.
          Beste Grüße von
          Ihrem FODMAP-Team

  8. Hallo,

    ich finde die verschiedenen Zuckerbezeichnungen sehr verwirrend. Darf man Glucosesirup? Maltodextrin? Was ist mit anderen Siruparten (Fructose-Glucose-Sirup u.ä.?, warum darf man Ahornsirup aber kein Agavensirup?), die wohl die gleichen Bausteine haben wie Haushaltszucker. Auf den Zutatenlisten der Lebensmittel stehen sehr viele unterschiedliche Zuckerarten.
    Vielleicht könnten Sie mit einem Artikel etwas Licht ins Dunkel bringen?
    Wieso ist Reismilch nicht erlaubt?

    1. Hallo Vicky,
      um die Fragen zu Süßstoffen und Süßungsmitteln zu beantworten, haben wir eine Tabelle erstellt. Sie finden sie unter dem Menüpunkt „FODMAPs“ unter dem Punkt „FODMAPs und Süßungsmittel“. Dort haben wir alle uns bekannten Süßstoffe und Süßungsmittel aufgeführt. Bitte bedenken Sie, dass Süßungsmittel, ob nun FODMAP-arm oder FODMAP-reich, im Allgemeinen sparsam verwendet werden sollten. Reismilch ist nicht per se nicht erlaubt. Es ist nur schwer, über ein Produkt eine Aussage zu treffen, das von unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich hergestellt wird. Durch Herstellungsverfahren und Zusatzstoffe kann sich der FODMAP-Gehalt komplett ändern. Eine Möglichkeit ist es, eine Sorte Reismilch, bei der man die Zutatenliste für unbedenklich hält zu testen und sich selbst zu beobachten, ob Symptome auftreten.
      Mit besten Grüßen
      Ihre FODMAP-Redaktion

  9. Auf manchen Listen über Fodmap-arme und -reiche Nahrungsmittel wird Dinkel als fodmap-reich aufgeführt, z.B. bei http://www.fodmaps.de und bei ibsdiets.org. Auf Ihrer Liste ist Dinkel fodmap-arm.
    Woher kommt das und was ist nun richtig?

    1. Sehr geehrter Herr Trapp,
      für die Frage zum Dinkel würden wir Sie gerne auf einen unserer aktuellen Blogbeiträge verweisen. Der Beitrag der Ernährungsberaterin Frau Schilling dürfte Ihre Frage zum Dinkel beantworten.
      Beste Grüße
      Ihre FODMAP-Redaktion

  10. Hallo,
    wie sieht es aus mit
    – Erbsenprotein,
    – Apfelfaser,
    – Kichererbsenmehl und
    Johannisbrotkernmehl (Ende der Zutatenliste) ?

    Herzliche Grüße, Martina.

    1. Liebe Martina,
      Erbsen und Äpfel sind FODMAP-reiche Lebensmittel. Erbsenprotein und Apfelfasern sind vergleichbar zu bewerten. Kichererbsenmehl ist FODMAP reich.
      Johannisbrotkernmehl, z.B. in kleineren Mengen zum FODMAP-armen Brot backen verwendet, dürfte keine Probleme bereiten.
      Beste Grüße
      Ihre FODMAP-Redaktion

  11. Guten Tag,
    ich möchte Marmelade selbst aus FODMAP-armen Früchten und Haushaltszucker/Traubenzucker herstellen. Was ist als Geliermittel zu verwenden ? (Ich Denke, das AgarAgar und Pektin weniger geeignet sind ?)
    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus und freundliche Grüße
    Rosemarie

    1. Liebe Rosemarie,
      zum Marmelade einkochen benötigen Sie FODMAP-armes Obst, Haushaltszucker und ein Geliermittel. Sowohl Agar-Agar als auch Pektin können Sie verwenden. Pektin ist FODMAP-arm, kann bei empfindlichen Personen aber dennoch in größeren Mengen zu Blähungen führen, weil es auch ein Ballaststoff ist. Auch Gelatine gilt als FODMAP-arm und kann zur Herstellung von Marmelade verwendet werden.
      Mit besten Grüßen
      Ihre FODMAP-Redaktion

  12. Hallo,
    da ich mich vegan Ernähre, interessiert mich das Thema Soja bzw. andere pflanzliches Proteine wie Reisprotein, Erbsenprotein, Sojaprotein.
    Im Internet findet man auf verschiedenen Seiten verschiedene Angaben. Mal ist Sojamilch OK, mal nicht.
    Wie sieht es also aus mit Tofu, Sojamilch, Sojajoghurt (alles in der zuckerfreien Variante) und wie sieht es aus mit anderen pflanzlichen Proteinpulvern?

    1. Liebe Lara,
      die Sojabohne, aus der Lebensmittel, wie Sojamilch, Tofu und Sojajoghurt hergestellt werden ist reich an Oligosacchariden. Daher werden Sojabohnen, wie andere Bohnen auch, auf der roten Liste geführt. Bei Sojamilch gibt es verschiedene Herstellungsverfahren. Wenn die Bohnen verarbeitet werden, kann der Gehalt an Oligosacchariden hoch sein. Wird dagegen das Sojaprotein verarbeitet, ist der Gehalt an Oligosacchariden niedriger. Tofu ist deshalb in den meisten Fällen FODMAP-arm, weil durch das Pressen und Entfernen der Flüssigkeit, die wasserlöslichen FODMAPs zum größten Teil entfernt werden. (Aus demselben Grund sind zum Beispiel Kichererbsen, die eingeweicht werden und bei denen man das Einweichwasser entfernt, eher bekömmlich.) Bei manchen verarbeiteten Produkten lassen sich aber schwerlich eindeutige Aussagen treffen, weil die Vielzahl an Produkten mit einer Vielzahl an Herstellungsverfahren einhergeht. Das trifft auch auf die Proteinpulver zu. Im Zweifelsfall kommt man um Weglassen oder vorsichtiges Ausprobieren und genau spüren, wie man das Lebensmittel verträgt, nicht umhin. Je naturbelassener man Lebensmittel zu sich nimmt, desto einfacher hat man es, die FODMAPs zu kontrollieren. Bei einer veganen Ernährung raten wir aber auf jeden Fall zu einer professionellen Ernährungsberatung, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
      Mit besten Grüßen
      Ihre FODMAP-Redaktion

  13. Hallo,
    Ich habe eine Fruktose- Malabsorption und frage mich nun ob ich die Lebensmittel die zwar als fodmap arm bezeichnet werden aber einen eher höheren Fruktosegehalt aufweisen verzehren darf.
    Wie z.B Ahornsirup,Ananas,Erdbeeren,Fenchel,Paprika oder auch Marmelade.
    Kann mir jemand weiter helfen? Bin für jede Antwort dankbar 🙂

    1. Liebe Laura,
      wenn Ihre Verdauungsbeschwerden mit einer Reduktion von Fruktose verschwinden, besteht eventuell kein Grund mehr sich FODMAP-arm zu ernähren. Falls Sie nach einer fruktosereduzierten Ernährungsumstellung aber trotzdem immer noch Beschwerden haben, lohnt es sich eventuell, sich mit der FODMAP-armen Ernährung zu befassen. Die FODMAP-Methode fasst eine ganze Gruppe an Stoffen zusammen, die bei vielen Menschen Beschwerden verursachen. Die FODMAP-Diät dient dazu, die Stoffe zu identifizieren und langfristig eine Ernährung zu finden, die individuell abgestimmt, die Beschwerden größtmöglich vermeidet. Wenn Sie eine Fruktose-Malabsorption haben, dann müssen Sie dem Fruktosegehalt ein besonderes Augenmerk schenken. Gerade beim Obst spielt das ausgewogene Verhältnis von Glukose und Fruktose und der Gesamtgehalt an Fruktose für Sie eine besondere Rolle. FODMAP-armes Obst hat weniger Fruktose bzw. ein günstigeres Glukose-Fruktose-Verhältnis als FODMAP-reiches Obst. Es kommt aber auch auf die Verzehrmenge an. Lassen Sie sich auf jeden Fall von einer Ernährungsberaterin intensiv beraten.
      Mit besten Grüßen
      Ihre FODMAP-Redaktion

  14. Guten Tag Herr Storr
    Werden die FODMAPs durch fermentieren verringert?
    Weisskraut – Sauerkraut?
    Sojabohnen – Tempeh?
    Freundliche Grüsse
    Susanne

    1. Liebe Susanne,
      in manchen Fällen scheint die Fermentation die FODMAPs zu verringern. So ist das bei Sojabohnen (FODMAP-reich) und Tempeh (FODMAP-arm) der Fall. Aber allgemein lässt sich daraus nicht der Schluss ziehen, dass Fermentation immmer zu weniger FODMAPs führt. Dabei kommt es auf viele Faktoren an. Das Lebensmittel von dem man ausgeht und die Art der Fermentation. Leider liegen uns zu Sauerkraut noch keine genauen Informationen vor.
      Mit besten Grüßen
      Martin Storr

    2. Liebe Susanne,
      in manchen Fällen scheint die Fermentation die FODMAPs zu verringern. So ist das bei Sojabohnen (FODMAP-reich) und Tempeh (FODMAP-arm) der Fall. Aber allgemein lässt sich daraus nicht der Schluss ziehen, dass Fermentation zu weniger FODMAPs führt. Dabei kommt es auf viele Faktoren an. Das Lebensmittel von dem man ausgeht und die Art der Fermentation. Zu Sauerkraut können wir leider noch nichts Verlässliches sagen.
      Mit besten Grüßen
      Martin Storr

  15. Hallo
    Ich hätte ein paar Fragen und zwar,kann ich Dinkelkaffee trinken oder ist der Instantkaffee, ich weiss nicht ob ich normalen Kaffee vertrage weil ich auch auch Magenschmerzen und häufige Stuhlgänge habe.
    Wie ist es mit Ringelblumentee,Frauenmanteltee?
    Danke für eine Antwort,manchmal bin ich nämlich ganz schön vetzweifelt
    Maria Hager

    1. Sehr geehrte Frau Hager,
      aus FODMAP-Sicht ist Kaffee unproblematisch sofern er schwarz getrunken wird. Es ist schwierig eine Aussage zum Dinkelkaffeee zu treffen, ohne die genauen Zutaten zu kennen. Die FODMAP-reichen Bestandteile beim normalen Bohnenkaffee kommen über die Milch bzw. das Milchpulver zustande. Kaffee bereitet aber trotzdem vielen Menschen mit Verdauungsbeschwerden Probleme, weil Koffein eine stark anregende Wirkung auf die Verdauung hat. Für die strenge FODMAP-arme Phase würden wir Ihnen empfehlen auf jede Art von Kaffee zu verzichten. Auch bei Tees ist etwas Vorsicht geboten. Für Kräutertees wird eine kurze Ziehzeit empfohlen. Kamillen- und Fencheltee sind, obwohl sie traditionell gerade auch bei Verdauungsbeschwerden getrunken werden, FODMAP-reich. In der strengen Phase 1 der Diät ist es besser Zutaten und Produkte, bei denen man unsicher ist, wegzulassen. Wir empfehlen Ihnen aber auf jeden Fall sich fachkundig bei einem Arzt bzw. einer Ernährungsberaterin beraten zu lassen.
      Mit besten Grüßen
      Martin Storr

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