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Mit der Low FODMAP-Diät ins neue Jahr?

fodmap-neujahr-2017FODMAP – Rückschau und Anregung

Zum Jahresausklang möchten wir von der FODMAP-Redaktion ein bisschen zurückschauen. Der FODMAP-Info-Blog besteht nun seit fast zwei Jahren und hat sich gut etabliert.

 

 

Wir freuen uns, dass sich immer mehr Menschen mit Unverträglichkeiten und Verdauungsbeschwerden für die FODMAP-Diät interessieren und den Blog nutzen, um Fragen zur FODMAP-Diät zu stellen. Vielen Dank für die rege Beteiligung, die Geduld beim Warten auf Antworten aus der Redaktion und vielen Dank für Lob, Kritik und Anregungen.

 

Für FODMAP-Oldies und FODMAP-Newcomer
Rückschau und Anregung

Sylvester steht vor der Tür und was Sie nicht vergessen sollten: außer den FODMAPs gibt es durchaus noch andere Stoffe in Lebensmitteln, denen Menschen mit chronischen Verdauungsproblemen Beachtung schenken sollten. Starten Sie Ihrem Wohlbefinden zuliebe moderat ins neue Jahr. Nicht nur, was FODMAPs angeht, sondern auch hinsichtlich Alkohol, Koffein und fettem Essen. Im neuen Jahr werden wir übrigens eine neue Runde häufig gestellter Fragen und Antworten rund um die Low FODMAP-Diät präsentieren und dazu nutzen, Themen zu beleuchten, die immer wieder auftauchen.

Das Ende des Jahres ist für viele Menschen verbunden mit einer Rückschau auf das hinter uns liegende Jahr: Was waren schöne Erlebnisse, was war schwierig? Wie ging es mir gesundheitlich? Den Jahreswechsel nutzen manche deshalb auch, um für das kommende Jahr Veränderungen einzuleiten: Was will ich anders machen? Was sollte ich angehen? Wenn Sie bei Ihrer Jahresbilanz feststellen, dass Sie im vergangenen Jahr immer wieder von Verdauungsbeschwerden geplagt wurden, dann sollten Sie sich dafür entscheiden, den Bauchschmerzen (und eventuell diversen anderen Beschwerden) im kommenden Jahr auf die Spur zu kommen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, nehmen Sie eine Ernährungsberatung in Anspruch. Eventuell lohnt es sich für Sie ein Ernährungstagebuch zu führen und sich näher mit der FODMAP-Diät zu befassen.

Wie funktioniert die FODMAP-Diät?

Bei der Low FODMAP-Diät werden über einen Zeitraum von einigen Wochen die sogenannten FODMAPs in der Ernährung stark reduziert. Diese Stoffe sind bekannt dafür, dass sie bei vielen Menschen Beschwerden verursachen und wurden zur Gruppe der FODMAPs zusammengefasst. Das aus Australien stammende Erfolgskonzept breitet sich langsam auch in Deutschland aus. Dennoch gibt es im deutschen Sprachraum noch nicht so viele Informationen wie in englischer Sprache. In unserem Beitrag „Deutsche Seiten zum Thema FODMAP-Diät“ haben wir die bisher erhältlichen deutschen Informationen im Internet zusammengefasst. Unser FODMAP-Experte, Prof. Dr. Martin Storr hat einen Ratgeber zur FODMAP-Diät geschrieben und hält regelmäßig Vorträge zum Thema Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und zum Low FODMAP-Prinzip.

Auch die Menge macht´s!

Beim Reizdarmsyndrom geht es nicht darum, dass FODMAPs komplett vermieden werden. Denn das ist in der Gänze weder nötig noch möglich. Keinesfalls sollten Menschen mit Reizdarmsyndrom den Eindruck bekommen, es würde Ihnen sofort großen Schaden zufügen, wenn Sie geringe Mengen an Lebensmitteln von der roten Liste essen. Das Reizdarmsyndrom ist keine Allergie, bei der auch kleine Mengen eines auslösenden Allergens Symptome verursachen und das Reizdarmsyndrom ist auch keine Erkrankung wie die Zöliakie, bei der es sehr wichtig ist, Gluten rigoros und dauerhaft zu meiden, um körperliche Schäden zu vermeiden.

Denn, wie wir betonen möchten, geht es auch um die Verzehrmengen. Und es geht darum, seine individuellen Toleranzgrenzen auszuloten. Dazu ist es natürlich sehr hilfreich zu wissen, dass bei den Lebensmitteln auf der roten Liste besonders achtsam vorgegangen werden sollte. Aber um das individuelle Ausloten kommt man nicht herum. Also, bitte vergessen Sie nicht: Die roten und grünen Listen sind als Orientierungshilfe gedacht. Aber anders als im Straßenverkehr, wo eine rote und eine grüne Ampel ein sehr klares Signal senden, kommt beim FODMAP-Prinzip noch der Aspekt der Verzehrmenge hinzu. Zu viel Grün könnte sich in Rot verkehren und sehr wenig Rot wird oftmals als Grün toleriert. In diesem Sinne:

Allen Blogleserinnen und Bloglesern ein gutes und beschwerdearmes Jahr 2017!

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4 Gedanken zu „Mit der Low FODMAP-Diät ins neue Jahr?

  1. Lieber Herr Dr. Storr,

    keine Frage, sondern einfach mal herzlichen Dank an Sie und Ihr Team für Ihr Engagement! Ich lebe seit 1 Jahr nach der Fodmap-Diät, zunächst strikt, inzwischen lockerer.
    Nach gut 10-jährigen Irrungen durch die Medizinwelt hat die Diät bereits nach 3 Tagen Wirkung gezeigt; es gab hin und wieder Einbrüche; diese wurden im Laufe der Zeit weniger. Die Sensibilität des Darms bleibt,
    natürlich auch die unzähligen Divertikel, die mit den Jahren entstanden sind – aber mit der lockeren Diät verbessert sich meine Lebensqualität sicher um 90 %. Der gereizte Darm ist in den Hintergrund getreten; ich kann gut damit leben.

    Viele Grüße, Caren

    1. Liebe Caren,
      vielen Dank für Ihre Nachricht! Ihre Information ist wertvoll für mich als Arzt und Autor und für Betroffene, weil Sie uns eine wichtige Rückmeldung geben. Es freut mich zu hören, dass Sie nach 10-jähriger Wanderschaft durch die Wirrungen der Medizin eine Diagnose und, viel wichtiger, eine geeignete Therapie gefunden haben. Mit erst strenger und später lockerer FODMAP-Diät machen Sie übrigens alles richtig, so ist die Diät konzipiert und so hat man langfristig Erfolg und eine höhere Lebensqualität. Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute, und hoffe, dass Ihre Zeilen Anregung und Ermutigung für andere sind, ihre Darmprobleme anzugehen und in den Griff zu bekommen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Prof. Dr. Martin Storr

  2. Guten Tag,

    ist die FODMAP-Diät ohne Einschränkungen für Personen mit Fructoseintoleranz empfehlenswert?
    Normaler Haushaltszucker besteht ja zu 50% aus Fructose…
    Ich habe Konzentrationsstörungen…kann das vom Darm kommen? Kennen Sie dieses Symptom?

    Danke!

    Viele liebe Grüße

    1. Liebe Anna,
      Menschen, die an einer diagnostizierten Fruktoseaufnahmestörung (Fruktosemalabsorption) oder einer Fruktoseunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz) leiden, sollten in Absprache mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin eine spezielle fruktosereduzierte Diät einhalten. Wenn Ihre Beschwerden damit behoben sind, besteht eigentlich keine Notwendigkeit, weitere diätetische Maßnahmen zu ergreifen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Ihre Beschwerden! Der Haushaltszucker spaltet sich im Darm tatsächlich je zur Hälfte in Fruktose und Glukose auf. In Verbindung mit Glukose ist die Fruktose besser verträglich, sodass Haushaltszucker in der FODMAP-armen Ernährung als eher FODMAP-arm gilt, ebenso wie Obst, das ein ausgewogenes Verhältnis von Glukose und Fruktose aufweist.
      Mit besten Grüßen von
      Ihrer FODMAP-Redaktion

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